150.000 Liter Wasser in der Stunde: Rohrbrüche in Alsfeld halten Stadtwerke in Atem

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Rund um die Uhr im Dienst für die Bürger: Monteure der Stadtwerke Alsfeld bei der Reparatur einer Trinkwasserleitung auf dem Marktplatz.

Rund um die Uhr im Einsatz sind zurzeit die Monteure der Stadtwerke Alsfeld im gesamten Stadtgebiet. Durch das Tauwetter der letzten Tage sind die Lufttemperaturen innerhalb von 72 Stunden um mehr als 15º C angestiegen.

Auch der stark gefrorene Boden hat sich hierdurch erwärmt. Erwartungsgemäß treten in solchen Wettersituationen zahlreiche Rohrbrüche auf, bedingt durch die oft mangelhaften Rohrbettungen aus den Jahren vor 1980, so auch in den letzten Tagen. Im gesamten Stadtgebiet waren die Frischwasserleitungen an 14 Stellen geborsten und mussten instand gesetzt werden, geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Alsfeld hervor. Wie Diplom-Ingenieur Rainer Merle, der Technische Betriebsleiter der Stadtwerke, mitteilt, sind die Fachmonteure der Wasserversorgung der Stadtwerke Alsfeld zusammen mit den Tiefbauarbeitern der Firma Ochs in den letzten Tagen rund um die Uhr unterwegs, um die entstandenen Schäden zu reparieren und somit die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser im Stadtgebiet aufrecht zu erhalten. „Der Umstand wird zusätzlich weiter dadurch verschärft, dass bedingt durch Grippe 50 Prozent des Personales der Wasserversorgung ausgefallen sind,“ ergänzt Merle. „Dadurch war unter anderem auch der Technische Betriebsleiter am vergangenen Wochenende in erhöhtem Maße gefordert, mit Hilfe der Fernüberwachung Tendenzen und Rohrbrüche möglichst früh zu erkennen, um bei der Vielzahl der Rohrbrüche zusammen mit der Wasserbereitschaft ein effektives Vorgehen hinsichtlich Aufgrabungen, Abschieberungen, ein- und ausschalten von Tiefbrunnen und Pumpwerken ständig zu koordinieren und zu überwachen, immer unter dem vorrangigen Gebot: Sicherstellung der Trinkwasserversorgung für alle.“

Der bisher größte Wasserverlust trat dabei in der Landgraf-Herrmann-Straße auf Höhe der Gerhart-Hauptmann-Schule auf. Hier traten in der Nacht von Sonntag auf Montag Wasserverluste um rund 150.000 Liter pro Stunde auf. Der Wasserverlust konnte durch Abstellen der Leitung jedoch bereits am Montagmorgen beendet werden. Vom Eintreten dieses Bruches bis zum Abstellen sind hier rund eine Million Liter Wasser ausgelaufen, welches größtenteils durch Einlaufen über Straßensinkkästen unschädlich über das Kanalnetz abfließen konnte.

„Immer wieder kommt es bei Frost- und Tauwetterphasen zu Rohrbrüchen, bedingt durch die dann nicht unerheblich auftretenden Bodenspannungen”, so Merle. Die Stadtwerke können stolz darauf sein, dass sie durch das entsprechende Vorhalten von Gerät und Material, einem gut geschulten und qualifizierten Personal sowie durch eine effektive Arbeitsorganisation, auch in grenzwertig-kritischen Situationen und bei widrigen Witterungsumständen wie in dieser Woche, die Wasserversorgung für die Bürgerinnen und Bürger sicherstellen, ergänzte Bürgermeister Stephan Paule. Viele nähmen diese Dienstleistung als selbstverständlich wahr. Diese Wahrnehmung werde auch dadurch verstärkt, dass der Verbraucher von den Störungen oft nichts merkt, ohne zu erkennen, dass hier täglich unverzichtbare Arbeit für Menschen, Krankenhaus, Pflegeeinrichtungen, Ärzte, Schulen, Kindergärten, Gewerbebetriebe unter anderem in Alsfeld geleistet werde.

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