20.000 schwarz-gelbe Brummer: Bienenvolk braucht im Herbst Pflege

+
Am Vereinsbienenstand des Imkervereins Alsfeld: Achim Merle, Dietmar Köllner, Reinhard Immel (1. Vorsitzender Imkerverein), Volker Schwenzfeier (2. Vorsitzender), Gerd Hebel, Peter Knodel (Rechner Imkerverein) und Alexander Heinz mit Töchtern Frieda und Luise (von links).

Auf Einladung des Alsfelder Imkervereins besuchte eine kleine Abordnung der Alsfelder CDU den Verein am eigenen Bienenstand im Altenburger Schlosswald.

Der Vorsitzende Reinhard Immel zeigte sich erfreut über den von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossenen Antrag der CDU/UWA-Koalition, auf städtischen Flächen sogenannte Bienenweiden anzulegen.

Damit, so Immel, komme die Stadt ihrer Vorbildfunktion nach und rücke die Bedeutung der Honigbienen mit ihrer Befruchtungsleistung in den Fokus. Der Imkerverein hoffe, dass auch Privatpersonen und Landwirte sich diesem Thema vermehrt annehmen und zum Beispiel Blühstreifen an Ackerrändern oder in Gärten anlegen.

„Da die Hauptblüte unserer Kulturpflanzen im Frühjahr liegt, ist es wichtig, durch bienenfreundliche Pflanzen ein Angebot für die Bienen zu schaffen, das bis in den Herbst genügend Nektar für die Völker bietet”, sagte Immel. Den brauchen sie nämlich zum Überwintern: „Im Gegensatz zu anderen Insektenarten, stehen im Frühjahr sofort eine große Anzahl Bienen zur Bestäubung zur Verfügung und sichern so entsprechende Erträge im Obstbau und der Landwirtschaft”, betonte Vorstandsmitglied Peter Knodel. Etwa die Hälfte eines Volkes – jeweils rund 20.000 Bienen – überwintere.

Gemeinsam wurde im Rahmen des Besuches auch besprochen, in welcher Form sich der Imkerverein einbringen könne, wenn der städtische Bauhof Bienenweiden anlegt – etwa bei der Auswahl des Saatgutes und der praktischen Hilfe bei der Aussaat oder der Vorbereitung der Flächen. Dabei könne auch auf die Initiative „Bienenfreundliches Hessen“ zurückgegriffen werden, womit zum Beispiel der Ankauf des Saatgutes finanziert werden könne.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Achim Merle stellte heraus, „dass die Arbeit der Imker und des Vereins nicht genug gewürdigt werden kann”. Neben der unersetzlichen Bestäubungsarbeit der Bienen, die nach Rindern und Schweinen als drittwichtigstes Nutztier gelten, liefere die Imkerei noch ein tolles, gesundes und vielseitiges Naturprodukt: den Honig. Mit dem Besuch heute wolle man auch mal „Danke” sagen und die Arbeit der Imker wertschätzen, so Merle.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Zeckenplage im Vogelsberg

Kaum ein Waldspaziergänger wird diesen Sommer von den Zecken verschont. Und so ein Zeckenstich, so muss es wegen des Stechrüssels der Zecke nämlich korrekterweise …
Zeckenplage im Vogelsberg

Dein Alsfelder Sommer: Erste Gewinner bei Kronkorkenaktion

Ende Mai startete unter dem Motto „Dein Alsfelder Sommer“ die erste Kronkorkenaktion der Alsfelder Brauerei in Zusammenarbeit mit der RhönEnergie in Fulda. „Alsfelder …
Dein Alsfelder Sommer: Erste Gewinner bei Kronkorkenaktion

Freiwilliges Jahr: DRK Rettungsdienst bietet Plätze

Der DRK Rettungsdienst Mittelhessen im Vogelsbergkreis bietet noch Plätze für ein Freiwilligenjahr im Rettungsdienst an. Interessierte sollten sich möglichst schnell …
Freiwilliges Jahr: DRK Rettungsdienst bietet Plätze

Schwerer Verkehrsunfall in Alsfeld - Vater, Kind und Frau angefahren

Heute Abend wurde ein schwerer Verkehrsunfall in der Ortsmitte von Alsfeld (B 62, Schellengasse, Bft-Tankstelle) gemeldet.
Schwerer Verkehrsunfall in Alsfeld - Vater, Kind und Frau angefahren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.