Das ändert sich im neuen Jahr - eine Übersicht

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2019 gibt es unter anderem für alle gesetzlich Krankenversicherte mehr Netto.

2018 ist bald Geschichte, 2019 klopft an. Was wird sich ändern? Das Wichtigste für die Verbraucher im Überblick.

Mehr Geld

Zum 1. Juli kommenden Jahres erhöht sich das Kindergeld um zehn Euro pro Kind. Für das erste und zweite werden dann 204, für das dritte 210 und für jedes weitere Kind 235 Euro ausgezahlt.

Außerdem wird zum Jahresbeginn abermals der gesetzliche Mindestlohn steigen – von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro. Das entspricht einer Steigerung um 3,9 Prozent. 2020 erhöht sich der Mindestlohn auf 9,35 Euro.

Auch beim Thema Rente ändert sich etwas – bei der sogenannten Mütterrente: Die Erziehungszeiten der Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, werden stärker angerechnet. Im Westen erhöhen sich die betreffenden Renten somit um 16,02 Euro pro Kind; im Osten um 15,35.

Mehr Geld gibt es netto auch für alle gesetzlich Krankenversicherten. Zum 1. Januar 2019 finanzieren die Arbeitgeber die von den Mitgliedern bisher allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen mit.

Das wird günstiger

Deutschlands Kitas sollen besser und für Geringverdiener kostenlos werden – mit dem sogenannten „Gute-Kita-Gesetz“, das im Sommer dieses Jahres vom Bund beschlossen wurde. 5,5 Milliarden Euro werden dafür bis 2022 investiert. Durch das neue Gesetz werden Haushalte, die ergänzende Sozialleistungen beziehen, komplett von Kita-Gebühren befreit. Hartz-IV-Familien sind bereits von den Gebühren befreit.

Verbilligte Jobtickets sind ab 2019 steuerfrei. Bedeutet: Beschäftigte müssen die Kostenersparnis nicht mehr versteuern. Das Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken.

Ledige haben ab dem 1. Januar in der Einkommensteuer einen Grundfreibetrag von 9168 Euro. Das sind 168 Euro mehr als 2018. Verheirateten stehen künftig 18 336 Euro zu, also 336 Euro mehr als bisher. Bis zu diesem Betrag bleibt das Einkommen steuerfrei. Im selben Umfang erhöhen sich die Beiträge, bis zu denen Steuerzahler Unterhalt für nahe Angehörige als außergewöhnliche Belastungen abziehen können. Angehoben wird auch der sächliche Kinderfreibetrag: Er erhöht sich um 96 Euro auf 2490 Euro pro Kind und Elternteil, erklärt der Bund der Steuerzahler. Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf bleibt unverändert bei 1320 Euro pro Kind und Elternteil bestehen. Insgesamt wird einem Elternpaar pro Kind im Jahr 2019 also ein Kinderfreibetrag von 7620 Euro gewährt.

Mehr Pflegekräfte

Die Regierung hat der Personalnot in der Pflegebranche den Kampf angesagt. 13.000 zusätzliche Stellen sollen in der Altenpflege geschaffen werden. In Kliniken sollen die Krankenkassen jede aufgestockte Stelle komplett bezahlen. Zudem sollen Taxifahrten zum Arzt für Pflegebedürftige künftig einfacher werden.

LKW-Maut steigt

Die Lkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen wird erhöht. Erstmals sollen ab dem 1. Januar auch die Kosten der Lärmbelästigung eingerechnet werden. Dadurch sollen dem Bund Mehreinnahmen von rund 2,5 Milliarden Euro entstehen.

Mehr Zeit für die Steuer

Ab dem Steuerjahr 2018 gibt es für jeden zwei Monate mehr Zeit für seine Steuererklärung. Statt wie bisher bis Ende Mai müssen die Dokumente künftig erst bis zum 31. Juli eingereicht werden.

Whats-App mit Werbung

Schluss mit werbefreiem WhatsApp: Unternehmen ist es ab Frühling 2019 möglich, Werbung auf der App zu schalten, die dann im Status-Bereich eingeblendet wird.

Dieselfahrverbote

In Stuttgart wird es zum Jahresbeginn das erste Dieselfahrverbot in Deutschland geben. In der Umweltzone der baden-württembergischen Landeshauptstadt wird es Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bis einschließlich der Euro-4-Norm geben. Weitere deutsche Städte folgen im Laufe des Jahres.

Neues Verpackungsgesetz

Um Umweltschutz geht es auch im neuen Verpackungsgesetz, das am 1. Januar in Kraft tritt und das Recycling sowie die Vermeidung von Verpackungsabfällen in Deutschland fördern soll. Für die Verbraucher wird das vor allem dadurch spürbar, dass sie im Supermarkt oder am Kiosk künftig noch mehr Getränke-Pfand bezahlen müssen. Waren bislang etwa Frucht- und Gemüse-Nektare mit Kohlensäure in Einwegverpackungen von der Pfandpflicht ausgenommen, so wird ab Januar auch dafür ein Pfand von 25 Cent fällig – auf Mischgetränke mit einem Molkeanteil von mindestens 50 Prozent ebenso. Auch für Vanillemilch und einige Energydrinks gelte ab Januar ein Pfand, fasste die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die Auswirkungen zusammen. Weiterhin kein Pfand werde auf Saft- und Weinflaschen fällig.

Zum Jahreswechsel müssen Einzelhändler laut Verpackungsgesetz zudem mit deutlich sichtbaren Hinweisschildern darüber informieren, ob die angebotenen Getränke in Einweg- oder Mehrwegverpackungen abgefüllt sind. Das soll mehr Verbraucher veranlassen, zu den ökologisch vorteilhaften Mehrwegverpackungen zu greifen.

Aus für die Tan-Listen

Vor dem Aus stehen im neuen Jahr nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW die sogenannten I-Tan-Listen für das Online-Banking. Die per Post verschickten Papierlisten mit durchnummerierten TANs dürfen demzufolge ab dem 14. September nicht mehr zur Autorisierung von Überweisungsaufträgen oder anderen Bankgeschäften verwendet werden. (mit dpa)

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