Alsfeld hat keine Kassenkredite mehr und kann mit zusätzlichem Geld rechnen

+
Kontinuierlich gesunken sind die Kassenkredite der Stadt Alsfeld.

Die Stadt Alsfeld hat ihre Kassenkredite seit Anfang April 2018 vollständig abgebaut.

Daher wird Alsfeld voraussichtlich nicht am Entschuldungsprogramm der Hessenkasse teilnehmen und kann im Jahr 2019 sogar mit einem zusätzlichen Investitionszuschuss von 4,05 Millionen Euro rechnen. Diese erfreulichen Neuigkeiten konnte Bürgermeister Stephan Paule jüngst bei einer Pressekonferenz im Alsfelder Rathaus bekannt geben.

„Dass die Kassenkredite der Stadt so schnell entschuldet werden können, habe ich bei meinem Amtsantritt vor fünf Jahren nicht gedacht,“ ergänzte der Rathauschef. Ende 2013 hätten die Kassenkredite noch bei rund 16 Millionen Euro gelegen, am 31. Dezember 2016 hätten sie noch mit 10 Millionen Euro zu Buche geschlagen und konnten nunmehr, seit dem 4. April, auf Null gesenkt werden. Die Faktoren für den raschen Abbau sieht Bürgermeister Paule in der zurückhaltenden Ausgabenpolitik der Stadt sowie in der konsequenten Ausschöpfung der Ermächtigungen für Investitionsprogramme und dem konsequenten Eintreiben von Außenständen. Letztlich weist er auf die positive Entwicklung der Haushaltserträge hin. Für finanzschwache Gemeinden ohne Kassenkredite sieht die Hessenkasse des Landes einen Investitionszuschuss vor. Dieser liegt im Falle Alsfelds bei 4,05 Mio. Euro, die vom Finanzministerium im Jahr 2019 zur Auszahlung kämen. Dieses Geld soll, nach dem Willen des Bürgermeisters, für Investitionen eingesetzt werden, die ohnehin auf die Stadt zukommen. „Ich warne davor, dass durch den Geldsegen aus Wiesbaden weitere Begehrlichkeiten geweckt werden,“ sagte Paule.

Der Kernhaushalt der Stadt sei 2018 noch mit rund 33 Mio. Euro verschuldet. Großinvestitionen wie die neue Feuerwache, mehrere Straßenbaumaßnahmen und die Sanierung des Regionalmuseums seien in diesen drei Jahren vorangetrieben und bezahlt worden, ohne dass der Gesamtschuldenstand gestiegen sei. Paule danke ausdrücklich den Mitarbeitern der Stadtverwaltung für ihren Beitrag zu dieser positiven Entwicklung. Trotzdem könnte Alsfeld jedoch keine finanziellen „Luftsprünge“ vollbringen. Auch bei guter Haushaltslage habe das Sparen weiterhin hohe Priorität.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Alsfeld: Zeugenaufruf nach gefährlicher Körperverletzung

Am Sonntagmorgen, 17. November, geriet gegen 6.30 Uhr ein 45-jähriger Mann aus Österreich nach einem Kneipenbesuch in der Obergasse in eine körperliche …
Alsfeld: Zeugenaufruf nach gefährlicher Körperverletzung

Ausbildungsmarkt: Weniger Bewerber, weniger Stellen

Im Vogelsbergkreis wurden insgesamt 724 ausbildungsplatzsuchende Jugendliche seit Oktober 2018 registriert. Die Arbeitsagentur verzeichnet damit einen Rückgang um 52 …
Ausbildungsmarkt: Weniger Bewerber, weniger Stellen

Das November-Rezept: Cappuccino von der Marone

Herbst- und Winterzeit ist Maronenzeit. Bei diesem einfachen Rezept kommt die Edelkastanie als Cappuccino um die Ecke – der Milchschaum macht es möglich.
Das November-Rezept: Cappuccino von der Marone

Die Geschichte einer Urkunde - 30 Jahre nach dem Mauerfall kommt sie zurück

30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert sich Manfred Hasemann, ehemaliger Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Alsfeld, an den größten Einsatz in der Geschichte des …
Die Geschichte einer Urkunde - 30 Jahre nach dem Mauerfall kommt sie zurück

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.