Auftakt im Nebel: Viele Wanderwillige bei Kirtorfer Grenzgang

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Großer Andrang bei der Begrüßung zur Grenzwanderung durch Helmut Meß.
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Reinhold Wolf (rechts) führt die Wanderer in den Norden von Kirtorf.
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Revierförster Karl Heinz Zulauf (links) und Reinhold Wolf erläutern den Grenzverlauf der Gemarkung.
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Gleich 75 Wanderer machten sich auf, bei der Auftaktveranstaltung zu 1100 Jahre Kirtorf mit einer Grenzwanderung teilzunehmen.

Nach der Begrüßung am Gasthaus „Offener Helm“ im Ortseingang von Kirtorf durch Helmut Meß vom Jubiläumsausschuss ging es in nördliche Richtung auf die erste rund neun Kilometer lange Strecke. „Gestern war der Blick auf den Heidberg wunderbar“, erläuterte Reinhold Wolf vom Veranstaltungsteam die Flurnamen. Ob Wildhütte, Galgenbusch, Gänsweg oder Spitzer Grund – die Bedeutung dieser Namen erläuterte Wolf schlüssig den Wanderern und zeigte deren Lage.

Doch dichter Nebel ließ die Wanderer die wunderbare Landschaft nur erahnen. Aber das tat der guten Laune der Teilnehmer keinen Abbruch. Da die Strecke teilweise genau auf der Grenze verlief, waren feste Schuhe auf den teilweise durchweichten Wegen unabdingbar. Umgestürzte Bäume waren im Waldgebiet zahlreich zu entdecken. Das kürzlich hindurchgefegte Sturmtief „Friederike“ hatte leichtes Spiel, war zu erahnen, denn der nasse Boden bot den Wurzeln der mächtigen Gehölze zu wenig Halt. Revierförster Karl Heinz Zulauf erzählte von schönen Zeiten, in denen es noch einen „Stadtförster“ gab.

Damals sei eine Grenzwanderung von großer Bedeutung gewesen – als Karten teuer waren und die Grenzverläufe durch ein Abschreiten vermittelt wurden. Grenzen seien auch heute noch etwas „Magisches“. Denn „an die Grenze gehen, ist etwas besonders. Man fragt sich dabei, wo die eigenen Grenzen sind“, erklärte Zulauf seinen Zuhörer bei einer Rast am Schmerofen, wo heiße und kühle Getränke warteten. Immerhin 15,94 Kilometer ist der Grenzumfang um Kirtorf lang und umfasst dabei 1105 Hektar Land. Dabei sei die Waldfläche in den letzten 300 Jahren nahezu unverändert, so Zulauf.

Am 3. Oktober wird der zweite Teil der Grenzwanderung in südliche Richtung angeboten. Die Veranstaltungsreihe „1100 Jahre Kirtorf“ findet am Samstag, 3 Februar, um 19.33 Uhr seine Fortsetzung mit der Kostümsitzung des Faschingsclubs Kirtorf in der Gleentalhalle.

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