Ausbildungsmarkt: Weniger Bewerber, weniger Stellen

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34 Jugendliche waren im Vogelsberg zum Stichtag Ende September noch ohne Ausbildungsstelle.

Im Vogelsbergkreis wurden insgesamt 724 ausbildungsplatzsuchende Jugendliche seit Oktober 2018 registriert. Die Arbeitsagentur verzeichnet damit einen Rückgang um 52 junge Menschen gegenüber dem Vorjahr.

Vogelsberg - 34 Jugendliche waren zum Stichtag Ende September noch unversorgt, also hatten keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und waren nicht bei einer weiterführenden Schule oder einer Universität eingeschrieben. Dies entspricht einem Rückgang um sieben Personen gegenüber dem Vorjahresvergleich. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 55 auf nun 678 gesunken. Zum Berichtsjahresende waren noch 42 Ausbildungsstellen unbesetzt, 16 mehr als im Vorjahr.

„Bei der Meldung von Ausbildungsstellen waren im abgelaufenen Berichtsjahr Arbeitgeber zurückhaltender“, sagt Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen, zu den jetzt veröffentlichten Zahlen. „Manch ein Betrieb hat wegen Unsicherheiten bei der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung keine Stelle gemeldet. Andere aus Enttäuschung, da sie ihre zuletzt bereitgestellten Lehrstellen nicht besetzen konnten. Leider ist es uns zu selten gelungen Betriebe von der Notwendigkeit zu überzeugen, den Fachkräftebedarf von morgen im eigenen Betrieb auszubilden.“ Im gesamten Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, zu dem die Landkreise Wetteraukreis, Vogelsbergkreis und Gießen gehören, wurden seit September 2018 insgesamt 5013 Bewerber aufgenommen und beraten. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 88 Jugendliche.

Arbeitgeber meldeten von September 2018 bis Oktober dieses Jahrs der Arbeitsagentur Gießen insgesamt 4029 Ausbildungsstellen – 304 Stellen weniger als vor einem Jahr. Diese wurden zu knapp zwei Drittel vom Dienstleistungs- und Industriebereich und knapp einem Drittel vom Handwerk gemeldet. Zum Stichtag am 30. September waren noch 469 Ausbildungsstellen unbesetzt. 107 Stellen mehr als noch ein Jahr zuvor. Bis zum Ende des Berechnungszeitraums waren 302 junge Menschen noch unversorgt. In einer sogenannten Nachvermittlungs-Aktion haben diese Jugendlichen noch die Möglichkeit beispielsweise eine Ausbildung in diesem Jahr zu beginnen, auf eine weiterführende Schule zu gehen sowie ein freiwilliges soziales Jahr zu leisten. Alternativ besteht die Möglichkeit bis August nächsten Jahres eine Einstiegsqualifizierung zur Vorbereitung auf den Ausbildungsstart 2020 zu machen.

Hintergrund

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um eine so genannte Geschäftsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Es werden nur Stellen und Bewerber erfasst, die bei der Arbeitsagentur, den Jobcentern (Wetterau und Gießen) sowie dem Kreisjobcenter (Kommunale Vermittlungsagentur im Vogelsbergkreis) gemeldet werden. Der Stichtag ist jeweils der 30. September.

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