Bahn frei für Kita-Neubau in Alsfeld?

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Am Montagabend diskutierten verschiedene Ausschüsse über einen möglichen Kita-Neubau.

Das Problem ist in Alsfeld bekannt: Es gibt zu viele Kinder für zu wenige Kita-Plätze. Da wird ungerne von einem Problem gesprochen, schließlich ist es gut für eine Stadt, wenn es wieder mehr Kinder gibt, da sind sich alle einig.

Dennoch ist klar: Die Stadt muss handeln. Das ist auch schon geschehen: Vor wenigen Wochen stellten Architekt Karlheinz Geißler und seine Ehefrau eine Machbarkeitsstudie vor, die die Stadt vor über einem Jahr in Auftrag gegeben hatte. Darin wurden sämtliche Möglichkeiten vorgestellt, wie Alsfeld in Zukunft das Platz-Problem an den hiesigen Kindertagesstätten in den Griff bekommen könnte. Drei zusätzliche Gruppen fehlen – mindestens.

Jetzt haben sich der Haupt- und Finanzausschuss, der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtentwicklung sowie der Ausschuss für Soziales, Kultur, Sport und Vereinsförderung abermals versammelt. Um zu diskutieren, was denn nun am besten für die Stadt ist. Das wollen schließlich alle. Vor allem auch die vielen Anwesenden aus den besagten Kitas, die dem Geschehen beiwohnten und argwöhnisch lauschten – hin und wieder auch zustimmend auf den Tisch klopften. Inhaltlich gab es wenig Dissens zwischen den Parteien. Das ist selten, aber der Sache zuträglich. Einig sind sich alle Parteien darüber, dass es einen Neubau geben soll – und zwar sechsgruppig. Der Standort Schellengasse würde dann entfallen. Konsens fanden die Beteiligten auch darin, dass natürlich die anderen Kindertagesstätten nicht vernachlässigt werden dürften, wenn man einen schicken Neubau plant. So richtig diskutiert wurde nicht. Das war auch nicht nötig.

Spannender könnte es in der kommenden gemeinsamen Sitzung werden. Da geht es schließlich um das Wo. In Frage kommen die Standorte Feldstraße, Reibertenröder Weg, Bückinggelände oder Goethepark. Außerdem sollen dann Fachleute und somit auch die Leiter der Kitas sowie Eltern zu Wort kommen. Dieser Vorschlag kam allerseits gut an und wurde provoziert durch den Spruch des Abends: „Wir sollten vielleicht auch mal zu der Fachstelle Kindertageseinrichtungen im Vogelsberg Kontakt aufnehmen. Die haben schon mehr Kindergärten gebaut wie wir Hobby-Politiker”, so Carsten Weitzels Vorschlag – natürlich mit einem Schmunzeln. Man darf also weiterhin gespannt sein.

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