Baustellenparty auf dem Alsfelder Marktplatz und ein Stück Zeitgeschichte

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Überragend war der Andrang zum Baustellenbeginn auf dem Alsfelder Marktplatz.

Zusammen mit Ute Eisenach, Zweite Vorsitzende des Alsfelder Verkehrsvereins, begrüßte Bürgermeister Stephan Paule die dicht gerängt stehenden Bürger, die es sich nicht entgehen lassen wollten, einen Stein des Altstadtpflasters vom Marktplatz selbst aus dem Boden zu ziehen, um ihn sich als Erinnerungsstück mit nach Hause zu nehmen. Und damit dieser steinerne Zeitzeuge auch in Zukunft unverwechselbar vom Marktplatz stammt, wurde jeder Stein mit einer Plakette versehen.

Inzwischen ist die letzte Renovierung, bei der das Pflaster verlegt wurde, fast 200 Jahre her. Eine Neugestaltung, um nicht nur die Attraktivität des Platzes zu steigern, sondern auch eine gute Begehbarkeit der immer älter werdenden Bevölkerung zu gewährleisten. Doch das historische Pflaster wird nicht gänzlich verschwinden: Etwa 60 Prozent der Steine wird wiederverwendet, hatte Paule im Vorfeld des Öfteren betont.

Mit sichtlicher Freude ließ sich Henrik mit seinem Opa von Paule einladen, den ersten Stein aus dem Pflasterverbund zu lösen. Stolz hob der Junge den Stein nach oben und ließ sich von seinem Opa zu einem der Waschbottiche begleiten, wo der Stein von grobem Schmutz befreit werden konnte. Zusammen mit einer einer Alsfelder Einkaufstasche und einem Buch über die Stadt Alsfeld bekam der Junge seinen Stein, mit einer Plakette versehen, wieder zurück, wie etwa 500 weitere fleißige Steinezieher danach. Das Gedränge war groß, die Freude über das eigene Handanlegen für diesen historischen Moment riesig.

Gleichzeitig lud eine Kinderbaustelle, Ein Radlader und ein Bagger Kinder zum Spielen und Staunen ein sowie ein Imbiss und Getränke zum Verweilen, auch für die Großen. Den Auftakt für viele weitere Aktionen bis zum Ende der Baumaßnahme im nächsten Jahr werteten Stadt Alsfeld und Verkehrsverein als großen Erfolg. Auch seitens der Bürger gab es dafür viel Lob. „Tolle Idee“ und „wunderbare Aktion“ war mehrfach zu hören. Denn mit einem Alsfelder Pflasterstein halte man nun ein Stück Zeitgeschichte in der Hand.

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