Bürgermeister Lars Wicke im Gespräch: „Es geht immer um Infrastruktur“

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Seit viereinhalb Jahren ist Lars Wicke Bürgermeister der Gemeinde Grebenau – dem Mittelpunkt des „Gründchen“, das Tal der Bäche Jossa und Schwarza. Die sieben Ortsteile Bieben, Eulersdorf, Grebenau, Reimenrod, Schwarz, Udenhausen und Wallersdorf könnten idyllischer nicht liegen: Vogelsberg pur.

Doch auch die schönsten Dörfchen benötigen eine intakten Infrastruktur. Ein Thema, das Bürgermeister Wicke immer begleitet. Er sagt: „Es geht immer um Infrastruktur. Für etwas anderes haben kleine Gemeinden wie wir gar nicht die finanziellen Mittel.“ Im Detail bedeutet das aktuell, dass die Ortsdurchfahrten in Udenhausen (gerade fertiggestellt) und in Bieben (voraussichtlich bis Sommer 2019) grundhaft saniert werden. In Grebenau werden diese Arbeiten wohl nächstes oder übernächstes Jahr anstehen. Dabei wird bereits jeweils an Leerrohre gedacht – für den Breitbandausbau, den Landrat Manfred Görig jeder Vogelsberggemeinde bis nächstes Jahr zugesichert hat. „An dieser Aussage orientiere ich mich weiterhin“, sagt Wicke. Konkrete Pläne der Telekom gebe es derzeit aber nur für Udenhausen. Dort soll spätestens im Frühjahr 2019 schnelles Internet vorhanden sein.

Für den täglichen Bedarf ist alles vorhanden

Im Frühjahr 2020 steht in Grebenau die nächste Bürgermeisterwahl an. In den anderthalb Jahren Zeit möchte Wicke noch einiges erledigt wissen. Nicht nur die Straßen sollen dann in einem guten Zustand sein, sondern auch die in die Jahre gekommene Kläranlage sowie die Wasserversorgung. Auch der Fuhrpark des Bauhofs und das Dach des Dorfgemeinschaftshauses könnten ausgebessert werden. All das erfordert Investitionen. „Wir haben die Zusage für Zuschüsse aus der Hessenkasse. Geld, das wir gut gebrauchen können“, sagt Wi-cke. Rund 830.000 Euro könnte die Gemeinde dadurch erhalten.

Arbeitskräfte werden händeringend gesucht

Was Grebenau auszeichnet? „Es gibt hier alles für den täglichen Bedarf“, sagt Wicke. Nämlich: Ärzte, eine Apotheke, einen Lebensmittelladen, eine Tankstelle, eine Grundschule sowie eine Kindertagesstätte und seit zwei Jahren auch ein Seniorenheim – alles nicht selbstverständlich für eine Gemeinde mit rund 2500 Einwohnern. Zudem gebe es eine lebendige Vereinslandschaft und starke mittelständische Unternehmen. „Wir haben in den letzten zwölf Monaten an Einwohnern gewonnen“, sagt Wicke. Aber: Arbeitskräfte werden noch immer händeringend gesucht – „und zwar in allen Bereichen“.

Die Voraussetzungen für Familien bietet Grebenau wie nicht viele Gemeinde dieser Größenordnung. Das möchte Wicke erhalten. Die Infrastruktur bleibt sein Begleiter.

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