Café und Gästezimmer: Die Pletschmühle in Homberg/Ohm wird touristisch erweitert

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Bürgermeisterin Claudia Blum und Architekt Herbod Gans lauschen gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak und Sachgebietsleiterin Dorf- und Regionalentwicklung Angelika Boese (von links), den Ausführungen von Bettina Storck (Mitte).

Die Ohm ist nur einen Steinwurf entfernt und direkt an der Hofreite führt der Premiumwanderweg „Sagenhaftes Schächerbachtal“ vorbei – genau der richtige Platz für eine gemütliche Einkehr bei Streuselkuchen und einer Tasse Kaffee.

Homberg/Ohm. Das dachte sich das Ehepaar Bettina Storck und Stefan Müller und entschied sich, die historische Pletschmühle zu kaufen. „Dieses vielversprechende Vorhaben hat überzeugt – deswegen freue ich mich, heute die Zuwendungsbescheide für Kleinstunternehmen und Gastgewerbe zu übergeben“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Jens Mischak bei der Übergabe von zwei Zuwendungsbescheiden, mit deren Hilfe ein Café und zwei Ferienwohnungen verwirklicht werden sollen.

Im Jahr 1720 wurde die Pletschmühle am Fuße Hombergs erbaut und war bis 1961 im Betrieb. Nach einigen Jahren Dornröschenschlaf wurde das Wohnhaus dann im Jahr 2001 denkmalgerecht saniert. Vor etwa fünf Jahren erwarben dann die Eheleute, die es aus dem Frankfurter Raum in den Vogelsberg zog, den Hof. Inspiration für die Idee, in der Pletschmühle ein Café mit Ferienwohnungen zu etablieren, gaben all die Wanderer, die durch das Schächerbachtal ziehen.

„Endlose Gruppen kommen hier vorbei und die Mühle liegt ideal, um eine Einkehrmöglichkeit zu schaffen“, sagt Bettina Storck. Sie war lange in einem kaufmännischen Beruf im Ernährungs- und Sportbereich tätig, bevor sie sich für eine neue Herausforderung entschied. Nun möchte sie ihre Erfahrungen einbringen und selbständige Unternehmerin sein. Unterstützt von Architekt Herbod Gans aus Homberg wollen die Eheleute einen Teil der Scheune von Grund auf umbauen – mit einer Investitionssumme von insgesamt etwa 600.000 Euro.

Im alten Stall im Erdgeschoss soll das Café entstehen. „Die Wände werden sandgestrahlt, damit die tiefrote Backsteinfarbe zur Geltung kommt“, beschreibt Gans die Pläne. Nach dem Umbau kann dann der Gastraum um eine Caféterrasse erweitert werden – auch ein Biergarten unter alten Bäumen sei hinter dem Anwesen denkbar. Im Obergeschoss sollen zwei hochwertige Ferienwohnungen entstehen, eine davon mit Dachterrasse, die andere mit Balkon. „Damit bieten wir auch überregionalen Gästen, egal ob Wanderer oder Radfahrer, eine wunderbare Gelegenheit für einen Halt in idealer Lage“, ist sich Stefan Müller sicher.

Auch Hombergs Bürgermeisterin Claudia Blum ist vom Konzept überzeugt: „Das Stadtparlament hat das Vorhaben von Anfang an positiv begleitet und unterstützt.“ Das Café in der Pletschmühle erweitere das Angebot in Homberg – besonders aber für die Erholungssuchenden im Schächerbachtal. Einen fixen Eröffnungstermin will Bettina Storck noch nicht anvisieren: „Wir schauen, wie die Arbeiten vorangehen. Vielleicht ist ein Termin im kommenden Herbst oder Winter realistisch – doch wir gehen entspannt und ohne Druck an die Sache heran.“

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