Chancen in der Digitalisierung: Versicherungsfachfrau Julia Braun-Seibert über die neuen Wege der Beratung

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AXA-Agenturinhaberin Julia Braun-Seibert sieht in der Krise die Möglichkeit die Digitalisierung neu zu entdecken. Zwar ist ihre Agentur geöffnet, persönliche Besuche sind aber auf ein Minimum reduziert.

Als Dienstleisterin darf Julia Braun-Seibert ihre AXA-Agentur in Homberg/Ohm weiterhin öffnen. Publikumsverkehr findet dort jedoch nur minimal statt. Beratungen finden nun auf anderen Wegen statt.

Homberg/Ohm - „Jeder und jede kann derzeit mit seinem und ihrem persönlichen Verhalten dazu beitragen, das Gesundheitssystem und jeden Einzelnen zu schützen“, sagt Braun-Seibert, die ihre Kunden deshalb darum bittet, von persönlichen Besuchen in der Agentur wenn möglich abzusehen. Dennoch ist sie weiterhin zu den bekannten Bürozeiten für Anliegen und Fragen für die Kunden da – eben telefonisch oder online. „Etwa 80 Prozent der Beratungen finden telefonisch statt, die restlichen 20 Prozent über den Videomessenger ‚Skype‘. Das funktioniert wunderbar“, sagt die Versicherungsfachfrau.

Die Möglichkeit einer Online-Beratung gebe es bereits seit 2010 – doch eigentlich werde sie erst jetzt so richtig genutzt. Erst vor wenigen Monaten habe sie bei einem Besuch bei Kollegen in Estland gesehen, wie weit diese bereits in der Digitalisierung vorangeschritten sind – „wir hinken ganz schön hinterher, was dieses Thema betrifft“, sagt sie. Jetzt sei eine gute Chance, das zu ändern und sich mit den digitalen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Auch ihre Kunden würden das Angebot gut nutzen und freuten sich, dass eine Beratung auch ohne persönlichen Kontakt weiterhin möglich ist.

„Derzeit möchten viele Kunden ihr Mofa oder ihren Roller versichern – früher mussten sie bar bezahlen und persönlich zur Unterschrift vorbeikommen“, sagt Braun-Seibert. Jetzt könne die Unterschrift auf digitalem Weg gesetzt werden und auch die Bezahlung werde kontaktlos ermöglicht. Die Auswirkungen der Coronakrise merke sie eher mittelbar. Die Menschen würden derzeit weniger Versicherungen abschließen, das werde sich mittel- und langfristig dann bemerkbar machen. Auch sitzt Braun-Seibert aktuell alleine im Büro, sodass ihre schwangere Mitarbeiterin zu Hause bleiben kann. Voraussichtlich ab dem 1. Mai soll ein Ersatz eingestellt werden.

Julia Braun-Seibert macht sich vor allem auch um ihre Kollegen aus dem Gewerbeverein Homberg/Ohm Gedanken. Als Zweite Vorsitzende beschreibt sie die Lage vor allem für Gastronomie- und Einzelhandelsgeschäfte als dramatisch. „Wir hoffen auf die Unterstützung der Einwohner“, sagt Braun-Seibert. Einige Geschäfte würden in dieser Zeit Liefer- und Abholservices anbieten. Wenn die Bürger während der Coronakrise nur noch bei großen Online-Händlern einkaufen würden, wären die Geschäfte vor Ort in Gefahr, in Insolvenz zu geraten. Auf www.hombergerleben.de/coronavirus habe man daher sämtliche Angebote übersichtlich zusammengefasst,

Die AXA-Agentur in Homberg/Ohm ist außer mittwochs zu den bekannten Bürozeiten besetzt. Es wird jedoch gebeten, die persönlichen Besuche auf ein Minimum zu reduzieren. Stattdessen besteht über die Homepage www.axa-betreuer.de/julia_braun-seibert/online-beratung die Möglichkeit, ein Beratungsgespräch zu vereinbaren. Alternativ kann ein Termin per Mail an julia.braun-seibert@axa.de oder telefonisch unter : 06633-9110269 vereinbart werden.

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