Computer-Test „#1coolermove” testet emotionale Intelligenz

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Erstmals getestet: Stephanie Kötschau, Magdalena Pitzer und Michaela Stefan (von rechts) stellen #1coolermove in der Schule an der Wascherde vor.

Die Mitglieder der Schülervertretung und des Teams „Klare Kante“ der Schule waren an der Wascherde, die erstmals mit einem Pilotprojekt ihre emotionale Intelligenz testen konnten.

Die Frau mit Kopftuch, die an der Imbissbude nicht bedient wird, das betrunkene Mädchen, das von Jungen begrabscht wird, der Kumpel, der sich outet und sagt, dass er auf Männer steht – es sind Situationen wie diese, die bei #1coolermove beschrieben sind und bei denen es vordergründig um die Frage „Was machst du?“ geht. Tatsächlich wird mit Hilfe der Fragen und verschiedenen Antwortmöglichkeiten getestet, wie es um die „emotionale Intelligenz“ von Jugendlichen bestellt ist.

Was sich kompliziert anhört, ist in Wirklichkeit ein ansprechend aufgemachter Computer-Test, den jeder zu Hause machen kann – oder in der Schule: Zum Auftakt der Aktion im Vogelsbergkreis stellte Stephanie Kötschau, die Beauftragte für Integration, Inklusion und Gleichstellung beim Vogelsbergkreis, den Test in der Lauterbacher Schule an der Wascherde vor. Begleitet wurde sie von ihrer Vorgängerin im Amt, der Kreisbeigeordneten Magdalena Pitzer, und der WIR-Koordinatorin Michaela Stefan. „Auf den Weg gebracht wurde #1coolermove von der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten”, erklärt Magdalena Pitzer den Hintergrund. Zum internationalen Gewaltschutztag war der Test erstmals vorgestellt worden.

Jetzt waren es die Mitglieder der SV und des Teams „Klare Kante“ der Schule an der Wascherde, die erstmals ihre emotionale Intelligenz testen konnten. „Das ist ein Pilotprojekt“, erklärte Stephanie Kötschau und ermunterte die Jugendlichen, ehrliche Antworten zu geben. „Wir wollen eure Meinung hören.“ Und so machten sich die Schülerinnen und Schüler denn auch gleich daran, die „richtigen“ Antworten zu finden. Ganz wichtig: Bei #1coolermove sollen die Jugendlichen auf ihr eigenes „komisches Gefühl“ vertrauen, sie sollen reagieren, bevor sich eine Situation zuspitzt.

Denn sexuelle Übergriffe und Diskriminierungen kämen tagtäglich überall vor. Viele Menschen würden etwas mitbekommen, sich aber nicht einmischen, so Kötschau. Wer seinen Mitmenschen generell mit Achtung und Respekt begegnet, der fand schnell die richtigen Antwortmöglichkeiten, die #1coolermove vorgibt. Wenn Schüler indes zu häufig daneben liegen, dann kann das auch im Rahmen der schulbezogenen Jugendarbeit aufgegriffen und nachgearbeitet werden. Deshalb war auch Heike Hohmann mit dabei bei der Auftaktveranstaltung, um mit den Jugendlichen die verschiedenen Situationen zu besprechen. Nach dem gelungenen Auftakt in Lauterbach wird Stephanie Kötschau nun alle weiterführenden Schulen im Kreis anschreiben und auf den Test hinweisen.

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