Elektrisierte Stadtmitte - Kirtorf weiht die neue E-Ladesäule ein

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Rainer Schwarz (OVAG), Stadtverordnetenvorsteher Dieter Wössner, Bürgermeister Ulrich Künz und Thorsten Hankel (OVAG) (von links) testen die neue E-Ladesäule in Kirtorf.

In jeder Vogelsberg-Gemeinde steht jetzt eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Dieses Versprechen haben die Oberhessischen Versorgungsbetriebe (OVAG) gehalten. Seit geraumer Zeit steht auch in Kirtorf eine Ladesäule - ganz in der Nähe des Rathauses.

Kirtorf - Am Dienstag wurde die Säule, an der zwei Elektroautos gleichzeitig „tanken“ können, eingeweiht. „Das ist nicht nur ein guter Service für die Besitzer von Elektrofahrzeugen, sondern wirkt sich überdies positiv auf die CO2-Emissionen aus. Wir waren deshalb eine der ersten Kommunen, die einen Antrag auf Errichtung einer Ladesäule gestellt haben“, sagte Bürgermeister Ulrich Künz bei der offiziellen Einweihung der Ladesäule in der Neustädter Straße.

Das Laden mit Erledigungen im Ort verbinden

Gemeinsam mit Rainer Schwarz (Vorstand der OVAG), Thorsten Hankel (Vertrieb OVAG) und Stadtverordnetenvorsteher Dieter Wössner eröffnete Künz den Elektro-Ladeplatz und zeigte auf, was er für die Bürger vor Ort sowie für Gäste bedeutet. „Elektro-Fahrzeuge müssen nicht mehr unbedingt zuhause geladen werden. Das Laden kann vielmehr auch mit Erledigungen im Ort oder bei einem Ausflug quasi nebenbei erledigt werden“, so Künz. Zudem habe man bewusst einen zentralen Platz gewählt, um Durchreisenden eine gewisse Aufenthaltsqualität bieten zu können.

„Wir arbeiten daran, dass Elektrofahrzeuge für unsere Region attraktiver werden und schaffen dafür mit unseren Ladesäulen einen Grundstock“, sagte Schwarz. Dazu gehöre ein flächendeckendes Netz an Ladesäulen in ganz Oberhessen, sodass auch größere Strecken bewältigt werden können. Nach einer mehrjährigen Testphase mit ausgewählten Elektroladesäulen errichtet die OVAG bis zum Jahresende in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden ihres Versorgungsgebietes rund sechzig neue Ladesäulen in der Wetterau, dem Vogelsberg und im Gießener Land.

Wirtschaftlich sind die Säulen für den Betreiber nicht

Bis zur Inbetriebnahme einer Ladesäule wie sie in Kirtorf jetzt steht, fallen etwa 20.000 Euro an. Die Kosten für die Investition, den Betrieb und die Wartung der Säulen trägt die OVAG. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Förderprogramms Elektromobilität in Hessen. „Wirtschaftlich ist eine einzelne Säule für uns nicht. Wir haben das Gesamtkonzept im Auge und stellen heute die Weichen für morgen“, sagte Hankel von der OVAG. Zur Abrechnung des getankten Stromes wird die OVAG-Ladesäule in das europaweit größte Ladenetzwerk „PlugSurfing“ integriert. Mehr als 60.000 Ladestationen gehören diesem Netzwerk an. „E-Mobilisten können per App oder mit einer registrierten Ladekarte ihr Fahrzeug aufladen“, erklärte Hankel. Aufladen könne man aber auch ohne vorherige Registrierung bei PlugSurfing. Wie das funktioniert, ist auf der Ladesäule beschrieben. Pro Ladevorgang wird nur der jeweilige Verbrauch bezahlt. Zudem ermöglicht eine App, online nach Stationen zu suchen und in Echtzeit nachzusehen, ob die gewünschte Ladestation frei oder belegt ist.

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