Das Erlenbad braucht Geld für nötige Sanierungsarbeiten

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Schwimmbäder sind förderungsbedürftig. Der Bund reagiert jetzt mit einem Programm auf den jahrelangen Investitionsstau. Davon soll das Erlenbad profitieren.

Schwimmbäder sind teuer. Aus diesem Grund mussten in den vergangenen Jahren deutschlandweit viele von ihnen schließen – zum großen Bedauern der jeweiligen Kommunen.

Denn Schwimmbäder sind immer ein wichtiger Treffpunkt für alle Teile der Bevölkerung in der Region. Egal, ob jung oder alt, arm oder reich, Christ oder Muslim – im Schwimmbad kommen sie alle zusammen.

Es ist erfreulich, dass das Alsfelder Erlenbad der Stadt erhalten bleibt. Erfreulich war auch die Nachricht, die im April dieses Jahres durch die örtliche Presse ging: Das Erlenbad soll mit knapp 1,4 Millionen Euro durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördert werden. „Das Programm zielt auf die Behebung des Investitionsstaus bei der sozialen Infrastruktur“, heißt von Seiten des zuständigen Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn. Dieser Investitionsstau wurde vielen Freizeitbädern in Deutschland zum Verhängnis – „und auch das Erlenbad litt darunter. Die jährlichen Sanierungskosten sind enorm und können im laufenden Betrieb nicht aufgefangen werden. Wir sind auf das Geld angewiesen“, sagt Ralf Kaufmann, Geschäftsführer der Alsfelder Bäder GmbH, die den Antrag auf die Förderung im August vergangenen Jahres gemeinsam mit der Stadt stellte. Doch noch ist das Geld nicht da – es ist ein langer Weg bis eine solche Summe von genau 1.345.539 Euro bewilligt wird.

Hallenbad-Dach und Beckenköpfe im Freibad

Einen guten Schritt weitergekommen sind Kaufmann und Bürgermeister Stephan Paule am Dienstag dieser Woche. Da reisten sie nach Bonn zum BBSR, um die einzelnen der insgesamt zwölf Maßnahmen im Erlenbad zu besprechen. „Es lief sehr gut, die Zusage für die Förderung steht – und zwar im vollen Umfang“, sagt Kaufmann anschließend. Wenn alles nach Plan laufe, könne bereits Ende dieses Jahres mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden – „mit höchster Wahrscheinlichkeit mit der dringenden Sanierung des Hallenbad-Daches“, sagt Kaufmann. Die Wärmedämmung sei nicht auf dem neuesten Stand. Die Sanierung könne zudem bei laufendem Betrieb vorgenommen werden.

Die größte der zwölf zu fördernden Maßnahmen wäre allerdings die Erneuerung der Beckenköpfe – sprich der Umrandung der Becken im Freibad. „Wir haben mit unseren in die Jahre gekommenen Fliesen jedes Jahr aufs Neue erhebliche Sanierungskosten – deutlich im fünfstelligen Bereich“, sagt Kaufmann. Die Fliesen nehmen im Winter durch Frosteinwirkung Schaden – Edelstahl würde dieses Problem beheben und die jährlich anfallenden Kosten auf ein Minimum reduzieren. Auch die Sanierung des Technik-Gebäudes für das Freibad sei nötig. Generell gehe es bei allen Sanierungsmaßnahmen um den langfristigen Erhalt des Erlenbades. „Wir können mit dem Geld keine neue Riesen-Rutsche bauen. Die Förderungen des Bundes gibt es für nötige Sanierungsmaßnahmen“, erklärt der Geschäftsführer.

Dafür fehlen nur noch einige wenige Unterlagen und die bautechnische Abnahme im Erlenbad. Dann dürfte der Förderung nichts mehr im Wege stehen. Und das Erlenbad den Alsfeldern noch lange Zeit Freude bereiten.

Bundesprogramm

Das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ ist Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung und zielt auf die Behebung des Investitionsstaus bei der sozialen Infrastruktur. Gefördert werden investive Projekte mit besonders sozialer und integrativer Wirkung. Der Bundeshaushalt 2019 sieht dafür 200 Millionen Euro vor.

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