Erste-Hilfe-Kurs für Streitschlichter der GSS Alsfeld

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Acht Stunden Schulung in Erster Hilfe liegen hinter den Streitschlichtern der Geschwister-Scholl-Schule.

Alltagsszene: Große Pause. Schulhof in der Jahnstraße. Kinder toben, spielen, lachen. Und streiten.

Alsfeld - Gerade die Kinder der fünften und sechsten Klassen, zu Beginn der Pubertät, haben noch viel Energie für Wortgefechte oder auch kleine Handgreiflichkeiten. Wie gut, dass es in der Geschwister-Scholl-Schule Alsfeld sogenannte Streitschlichter unter den Schülern gibt, die die Lehrerschaft unterstützen und einschreiten, wenn aus einer kleinen Kappelei mehr wird. Damit sich die Streitschlichter noch sicherer in ihrem ehrenamtlich sozialen Engagement fühlen können, hat die Schule zum Schuljahresende einen Erste-Hilfe-Kurs organisiert – über 20 Schülerinnen und Schüler waren mit Feuereifer dabei und sind nach acht Stunden gestärkt und selbstbewusst aus dem Kurs gekommen.

Den Kurs leitete eine ehemalige Schülerin der Geschwister-Scholl-Schule, Catrin Kratz, die jetzt in Marburg Erziehungs- und Bildungswissenschaft studiert und ehrenamtlich beim DRK als Sanitätshelferin mit Ausbilderschein arbeitet. „Ich habe mit den Kindern einen etwas abgewandelten Erste-Hilfe-Kurs gemacht, der etwas auf die Schüler und Situationen im Schulalltag zugeschnitten war“, erklärt die 22-jährige Romröderin. So wurden Vorfälle wie Hitzeschlag nach Sportfesten, allergische Reaktionen auf Lebensmittel oder Stiche sowie Epileptische Anfälle genauso thematisiert wie das Anlegen von verschiedenen Verbänden nach Sportverletzungen oder Unfällen. Auch die Reanimation an der Puppe wurde geübt, letztes beeindruckte vor allem die jüngeren Schüler sehr.

Schon seit über zehn Jahren gibt es die Streitschlichter an der Alsfelder Haupt- und Realschule. Sie sind in der Schulgemeinde sozial engagiert, werden von externen Fachleuten ausgebildet, um positiv auf die Mitschülerinnen und -schüler einzuwirken und kleine Streitigkeiten untereinander selbst zu klären. „In der ersten großen Pause können diese Schüler unseren Streitschlichterraum nutzen und Schlichtungen durchführen, die einen eigenen Raum benötigen“, erläutert Ann-Catrin Schmidt das dauerhafte Projekt der Schule zur Förderung der Sozialkompetenz. Sie selbst ist Förderschullehrerin mit dem Schwerpunkt Erziehungshilfe und ist in dem Beratungs- und Förderzentrum der Geschwister-Scholl-Schule. das inzwischen im Namen. Zu ihren Aufgaben gehört der Umgang mit Schulschwänzern, Betreuung von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten oder Kinder, die Wiedereingliederung erfahren. Auch die Betreuung der Streitschlichter ist seit einigen Jahren die Aufgabe der gebürtigen Altenburgerin.

Streitschlichter werden die Kinder, die von ihren Mitschülern und Lehrern empfohlen werden, da sie sich durch hohe Sozialkompetenz auszeichnen und wenig in Streitigkeiten verwickelt sind. Sind diese bereit, sich als solche zu engagieren, erhalten sie von älteren Mitschülern, die als Streitschlichter schon länger aktiv sind, eine Ausbildung. Zudem kommen in unregelmäßigen Abständen externe Ausbilder, die die Kinder in Gesprächsführung, Fragetechniken oder Körpersprache in Form von Rollenspielen ausbilden. Auch wird ihnen die Bedeutung der Allparteilichkeit und notwendigen Neutralität verdeutlicht.

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