Fluch & Segen: Palmöl

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Die Palmölproduktion hat rasant zugenommen.

Fast jedes zweite Produkt, was wir in den Regalen unserer Supermärkte finden, enthält Palmöl.

Viele Lebensmittel und Süßwaren, Kosmetika, Waschmittel und pharmazeutische Produkte enthalten Palm- oder Palmkernöl. Auch bei der Herstellung von Biodiesel wird häufig auf das billige Palmöl zurückgegriffen. Biodiesel wiederum wird in großen Mengen dem Dieselkraftstoff beigemischt, um den Anteil erneuerbarer Energie zu erhöhen. Hauptanbauländer der Ölpalme sind Indonesien und Malaysia (85 % der Weltproduktion).

Das rasante Wachstum des Palmölsektors der letzten Jahre wirft zunehmend Fragen über die sozialen und ökologischen Risiken der Palmölproduktion auf. Zunächst entbrannte die Diskussion um die teilweise verheerenden ökologischen Auswirkungen durch die großflächigen Rodungen intakten Regenwalds. Immer stärker rückten aber auch die sozialen Probleme wie Vertreibungen von Kleinbauern und indigenen Bevölkerungsgruppen bei der Anlage von Plantagen oder miserable Arbeitsbedingungen auf den Plantagen ins Bewusstsein der Verbraucher/innen. Trotz verschiedentlicher Bemühungen, solche Missstände anzugehen, bleibt die Situation problematisch.

Zu diesem Themenkreis führt der Weltladen Alsfeld e. V. am Donnerstag, 12. April, um 19.30 Uhr eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durch. Veranstaltungsort ist das katholische Gemeindezentrum in der Schellengasse in Alsfeld. Als Referentin wird Eva Maria Reinwald von Bonner „Südwind-Institut“ auftreten. Gerd Heylmann vom Team des Alsfelder Weltladens stellt die Palmöl-Produkte der Lieferanten des Fairhandelsgeschäfts vor. Der Eintritt ist frei, Spenden für „Südwind“ sind willkommen.

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