Fotoschätze des Fotografen Grün an Förderverein übergeben

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Abwechslungsreich mit alten Ansichten von Alsfeld ist die Sammlung der Fotoplatten von Hugo Grün.

Schon lange bewahrten die Brüder Herbert Jost-Hof und Harald Jost etwa 2000 Glasplatten des Alsfelder Fotografen Hugo Grün in ihrem Elternhaus auf, bis sie ihnen bei Aufräumarbeiten wieder in die Hände fielen.

„Die Platten habe ich schon seit fast 30 Jahren“, erinnert sich Jost. Damals, 1989 war es, machte Jost ein Seminar über die Geschichte der BRD und der Wiedervereinigung, bei der auch ein Film im Alsfelder Kino gezeigt werden sollte. Dieses Projekt begleitete Erika Kukla, Tochter des Fotografen Hugo Grün, gerne in ihrem Kino. Zufällig fiel in diese Zeit die Renovierung des Kinos. Die auf dem Dachboden gelagerten Glasplatten des Vaters mussten dafür verschwinden. Nur zu gerne erlaubte sie, dass Jost die Fotonegative in mühevoller Arbeit aufsammelte und bei sich zu Hause aufhob, um sie vor der Vernichtung zu retten. Bald schon vergaßen Jost und sein Bruder die Platten im Schrank, bis sie ihnen nun wieder in die Hände fielen.

Bilder sollen öffentlich gezeigt werden

Übergabe der Foto-Glasplatten an den Förderverein Jüdische Geschichte Vogelsberg: 1. Vorsitzender Michael Riese, Daniela Eichelberger und Joachim Legatis, Schriftführer.

„Wir möchten, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, war ihr Wunsch und übergaben die Negative an Redakteurin Daniela Eichelberger, sodass ausgesuchte Stücke in ALSFELD AKTUELL veröffentlicht werden und sich somit viele Einheimische darüber freuen können. Darüber hinaus sollen sie in einer Ausstellung des Fördervereins zur Geschichte des Judentums im Vogelsberg der Öffentlichkeit gezeigt werden. „Wir stellen uns vor, die Platten fachmännisch zu reinigen und aufzubewahren, um sie für die Nachwelt zu sichern”, teilt der erste Vorsitzende des Vereins Michael Riese mit. Die Fotos sollen so aufbewahrt werden, dass sie dem Erbe der Stadt nicht verloren gehen und sich noch viele Generationen an den Fotos erfreuen können.

Negative stammen aus der Zeit um 1935

Bei der Durchsicht stellte sich heraus, dass die Fotonegative um 1935 entstanden sein müssen. Neben vielen Porträts finden sich auch alte Ansichten der Stadt Alsfeld, Hochzeitsbilder, aber auch Familienfotos und Gruppenbilder von Sportvereinen.

Miträtseln beim Entdecken der Fotoschätze erwünscht

ALSFELD AKTUELL wird im neuen Jahr einige Fotos aus der Sammlung in dieser Zeitung veröffentlichen. Der Förderverein Jüdische Geschichte freut über ein Mitmachen zum Enträtseln der unbekannten Personen und Plätze. „Vielleicht erkennt ja der ein oder andere die Personen oder Plätze auf den Bildern“, hofft Riese. Mit Rat und Tat zur Seite steht dabei Helmut Meß, Heimatverein Kirtorf. Er nahm schon mal die ersten einhundert Platten in Augenschein und scannte sie ein, um sichtbar zu machen, welcher Schatz sich hinter den Negativen verbirgt. Für das Kirtorfer Museum hat er bereits zahllose Fotoplatten aufbereitet, die dort großformatig gezeigt werden.

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