Geschichte mit viel Spaß: Wandertag des Gymnasiums

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Eine Zeitreise nach Ziegenhain: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10d erlebten die Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges in Hessen.

Lernen außerhalb der Schule, Erfahrungen sammeln in der Natur, in Museen und wenn es sein muss, auch im Stall oder auf dem Exerzierplatz – dafür machte die Albert-Schweitzer-Schule vor kurzem einen ganzen Tag frei.

Je nach Interessenslage der Schülerinnen und Schüler und ihrer Lehrkräfte wurde daraus ein Tag für Geschichte oder Sport, für Museum oder Stadterkundung, für Spaß und Gemeinsamkeit. Um Geschichte ging es für die Klasse 10d, die mit den Lehrern Aribert Ley, Dirk Greifenhagen und Dr. Florian Meister der Zeit der Subsidienpolitik der Landgrafen von Hessen-Kassel und des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges auf der Spur waren. Sie taten dies in Ziegenhain, wo vor über 40 Jahren der Film „Der Winter, der ein Sommer war“ darüber gedreht wurde, wie hessische Soldaten an die Briten überlassen wurden, um in Amerika auf deren Seite zu kämpfen.

Einem rührigen Verein, dem „Arbeitskreis Festung Ziegenhain“ ist es gelungen, Originalkostüme aus der Filmproduktion zu erwerben und diese Zeit wieder auferstehen zu lassen - als Erinnerung daran, auf wessen Kosten Kriege zu allen Zeiten geführt werden, aber auch als Einblick in das damals fast alltägliche Leben und Geschäft von Herrschenden und Volk. Für die Schülerinnen und Schüler war es ein spannender Tag im Kugelkeller der Festung und auf dem Exerzierplatz. Strenge Hierarchien, kurze Befehle und unbedingter Gehorsam sind ihnen und auch ihren Lehrern heute fremd – umso interessanter war es für sie, sich als Grenadiere, Musketiere oder Jäger zu fühlen und im Anschluss an die Exerzierübungen gemeinsam eine historisch belegte Kartoffelsuppe im Kugelkeller zu sich zu nehmen. „Hinter der Aktion steht der Wunsch, Geschichte erlebbar zu machen, gerade wenn sie so unmittelbar mit unserer Region zu hat“, erläutert Aribert Ley, der einer der Hauptinitiatoren des Projekts ist.

Nicht nur in der Region gab es viel zu entdecken, sondern auch Frankfurt oder Gießen lockten mit schönen Angeboten. Am Ende des Tages waren sich Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte einig: Ein solcher Wandertag ist eine Bereicherung im Schulalltag und sollte regelmäßig stattfinden.

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