Das grüne Gold: Weltladenkino zeigt Doku-Film

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Moderner Landraub ist das Thema des Kinofilms, das der Weltladen zeigt.

Fruchtbares Ackerland wird immer knapper, weil die wachsende Zahl von Menschen auf der Erde ernährt werden muss – kein Wunder also, dass das Geschäft mit dem „grünen Gold“ immer profitabler wird.

Die Auswirkungen des Ansturms auf Ackerland durch multinationale und staatliche Konzerne bekommen jedoch hauptsächlich die Menschen in den Entwicklungsländern zu spüren, wie Dokumentarfilmer Joakim Demmer in „Das grüne Gold“ zeigt.

In Äthiopien etwa sind Lebensmittel knapp, in der Folge kommt es immer wieder zu Hungersnöten, was jedoch auch daran liegt, dass die Regierung viele Millionen Hektar Land an ausländische Unternehmen verpachtet hat, um an den Exporten mitzuverdienen.

Noch schwerwiegender ist jedoch die Tatsache, dass viele Bauern ihr Ackerland nicht freiwillig abgegeben haben, sondern mit brutalen Mitteln von ihren Höfen vertrieben wurden und dass Aktivisten, die sich dagegen wehren, unterdrückt, verfolgt und mit dem Tode bedroht werden. Die biblische „Heuschreckenplage“ erhält durch den Film eine ganz andere Deutungsebene – finanzkräftige Investoren zerstören die Lebensgrundlage der Menschen.

Dieser moderne Landraub („Landgrabbing“) ist eine wichtige Ursache für Flucht und Migration in den betroffenen Ländern. Der Verein Weltladen Alsfeld zeigt den 83minütigen Dokumentarfilm am Mittwoch, 28. Februar, um 20 Uhr im Kinocenter Alsfeld, Marburger Straße.

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