Vom hohen Gut der Pressefreiheit: „Die Verlegerin“ von Steven Spielberg im Kirchenkino

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Story trotz Vorwurf des Hochverrats? – Verlegerin Katharine Graham (Meryl Streep) im Gespräch mit Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) und seinem Team.

Nur eine freie, unbehindert agierende Presse kann wirksam Täuschungen durch die Regierung aufdecken. Was nach Hilferufen in Zeiten alternativer Wahrheiten und Parteien klingt, ist Kern eines Urteils des Obersten Gerichtshof der USA aus 1971.

Alsfeld/Lauterbach. Die US-Regierung will die Veröffentlichung der sogenannten „Pentagon-Papiere“ verhindern, die die Vorbereitung des Vietnam-Krieges darstellen. Katharine Graham, die erste Frau an der Spitze der „Washington Post“, muss sich zwischen Pressefreiheit, Strafandrohung und wirtschaftlichem Fiasko entscheiden.

Steven Spielberg brachte diese erste „Whistleblower“-Geschichte in 2018 auf die Leinwand. Nahezu in Echtzeit verfilmt Spielberg die dramatischen Tage im Kampf um die Pressefreiheit Mitte Juni 1971. Als die New York Times beginnt, die Story um die geheimen, zugespielten Papiere zu veröffentlichen, schlägt die US-Regierung zurück: Aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ klagt das Weiße Haus gegen die Zeitung. So eingeschüchtert zögert die New York Times mit der Fortsetzung der Veröffentlichungen.

Katharine Graham, die Verlegerin der Washington Post, steht nun vor der Entscheidung: die Redakteure dem Vorwurf des „Hochverrats“ aussetzen oder den Skandal verheimlichen. Da muss die Redaktion Höchstleistung bringen. Ein nervenzerreißender Kampf um die Pressefreiheit beginnt. Wenn die „Die Verlegerin“ letztlich auch ohne Auszeichnung blieb, war der Film in 2018 doch für zahlreiche Filmpreise nominiert, zweifach auch für den Oscar. Spielberg mache „emotional spürbar, welch hohes Gut die Pressefreiheit ist. Nur gut informierte Bürger können sich eine substanzielle Meinung bilden und demokratische Rechte wahrnehmen“, kommentiert Bernd Haasis von der Stuttgarter Zeitung.

„Die Verlegerin“ läuft im Vogelsberger KirchenKino am Mittwoch, 15. Januar, um 19 Uhr im Kinocenter Alsfeld sowie am Donnerstag, 16. Januar, um 20 Uhr im Lichtspielhaus Lauterbach.

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