Homberger Sportholzfäller Lars Seibert hadert mit dem Abschneiden bei der WM - Deutschland belegt achten Platz

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Gegen die Franzosen konnte sich das deutsche Team in der Ersten Runde durchsetzen. Lars Seibert benötigte dabei 18 Züge an der Single Buck. Damit war er nicht zufrieden und wechselte für den Wettkampf gegen die Polen in der Zweiten Runde die Säge. Damit ging es besser. Doch trotz seiner guten persönlichen Leistung mit 13 Zügen, reichte es für Team Deutschland am Ende nicht.

Es war das Event der Timbersports-Saison: Am vergangenen Wochenende traten die besten Sportholzfäller der Welt bei der Stihl Timbersports Weltmeisterschaft gegeneinander an. Erstmals war die tschechische Hauptstadt Prag Gastgeber für die Weltmeisterschaft.

Homberg/Prag - Mit dabei war der Homberger Lars Seibert für Team Deutschland, das sich vor der WM das Ziel setzte, bestes europäisches Team zu werden (wir berichteten).

Das klappte allerdings nicht: Bei der Team-WM, die am Freitagabend im ausverkauften Industrial Palace stattfand, schaffte es Deutschland lediglich in die Zweite Runde und am Ende auf den achten Rang. Nach einem Sieg gegen Frankreich unterlag das deutsche Team um den deutschen Vizemeister Lars Seibert an seiner Paradedisziplin, der sogenannten Single Buck (siehe Foto), den starken Polen. „Ich konnte den Rückstand nicht mehr aufholen“, bedauert Seibert, der gegen die Polen lediglich 13 Züge mit seiner knapp zwei Meter langen Zugsäge benötigte, um die Holzscheibe mit einem Durchmesser von 46 Zentimetern durchzusägen. Eine gute persönliche Leistung, für das Team reichte es dennoch nicht. „Wir müssen im nächsten Jahr in den Hackdisziplinen mit der Axt stärker werden. Das war in diesem Jahr der Knackpunkt“, analysiert Seibert.

Dennoch sei es ein tolles Event gewesen: „Die Stimmung in der ausverkauften Halle war phänomenal. Es war so laut, dass wir auf der Bühne kaum das Startsignal hören konnten“, sagt Seibert. Mitverantwortlich dafür war auch sein Fanclub, der sich mit etwa 50 Leuten aus dem Vogelsberg auf den Weg in die tschechische Hauptstadt machte und ihn lautstark unterstützten. „Im gesamten deutschen Fanblock feuerten uns etwa 150 Menschen an – das war schon imposant“, sagte Seibert, der selbst etwas heiser vom Wochenende nach Schadenbach zurückkehrte.

Nach der Team-WM am Freitagabend endete für die deutsche Mannschaft – außer für den deutschen Meister Danny Mahr, der am Samstagabend noch bei der Einzel-WM antreten durfte – der Wettkampf. „Am Samstag hatten wir dann die Gelegenheit eine Sightseeing-Tour durch Prag zu unternehmen. Am Abend feuerten wir dann natürlich noch unseren Kollegen an, bevor wir am Sonntag wieder die Heimreise angetreten haben“, so Seibert, der jetzt erst einmal ein paar Wochen Abstand vom Extrem-Sport nimmt. Doch nach dem Urlaub mit der Familie werde es wieder kribbeln – und dann beginnt auch schon die Vorbereitung für das kommende Jahr. Denn „als Sportler ist man nie zufrieden mit den Ergebnissen. Es geht immer besser.“ Sagt der deutsche Vizemeister.

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