Ideen für ländlichen Raum: SPD-Fraktion fordert mehr Förderung

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Swen Bastian begrüßte die zahlreich erschienen Besucher zur Veranstaltung in Lauterbach/Rimlos.

„Neue Kraft fürs Land – Ideen für den ländlichen Raum“ – so lautete der Titel einer Veranstaltung der hessischen SPD-Landtagsfraktion, die in Lauterbach/Rimlos stattfand.

„Unser Vogelsberg ist das Original des ländlichen Raums – viel ländlicher wird es in Hessen nicht mehr“, begrüßte Swen Bastian die Besucher. In 128 Dörfern des Kreises lebten jeweils weniger als 500 Einwohner. „Diese Bürger haben das gleiche Recht auf erreichbare und gute Angebote der täglichen Daseinsvorsorge, wie die Bewohner von Städten.

Vogelsberger Arbeitnehmer, Handwerker, Unternehmen, Wasser und Energie halten das Rhein-Main-Gebiet mit am Laufen. Ohne die Leistungen unserer Region geht im Ballungsraum das Licht aus und weiteres Wachstum wäre unmöglich, was dort leider kaum jemand wahrnimmt“, sagte Bastian, der mehr Interesse der Landespolitik an einer positiven Entwicklung der heimischen Region einforderte. „Wir im ländlichen Raum sind die Mehrheit in Hessen, denn hier leben die meisten Menschen“, erklärte Torsten Warnecke, SPD Landtagsabgeordneter aus Bad Hersfeld.

Deshalb sei es unabdingbar, die Ortschaften im ländlichen Raum zukunftsfähig zu machen und die Ortskerne zu erhalten. Mehr und bessere Angebote für das Wohnen auf dem Land seien gefragt, ebenso wie eine ärztliche Versorgung vor Ort. Das klassische Hausarztmodell eines selbstständigen Landarztes mit langen Arbeitszeiten, Bereitschaft rund um die Uhr und hoher Belastung sei für angehende junge Mediziner immer weniger attraktiv. Kommunale Kliniken und medizinische Versorgungszentren, in denen die Leistungen von angestellten Ärzten angeboten würden, könnten eine Alternative sein. „Der ländliche Raum hat eigentlich positive Perspektiven.

Was wir brauchen, sind mehr Entscheidungsräume, ein stärkeres Interesse der Landesregierung und mehr Geld“, so Warnecke. Schwarz-Grün erhöhe zwar formal das Volumen beim Dorfentwicklungsprogramm, kürze aber die Fördersummen im Einzelnen. In Hessen würden Maßnahmen damit erst ab einer Summe von 10.000 Euro gefördert, in Bayern hingegen schon ab 1.000 Euro.

Kleinen Maßnahmen wären aber gerade für viele Bürger im ländlichen Raum besonders interessant und würden auch in der Summe viel bringen. In der anschließenden Diskussion spielte unter anderem das Thema „Kommunaler Finanzausgleich“ eine Rolle. Warnecke machte sich dafür stark, dass es neben dem KFA ein Gesamtförderprogramm für den ländlichen Raum geben müsse. Angesprochen wurde auch der schleppende Breitbandausbau. „Wir dürfen die Telekom nicht aus ihrer Verantwortung entlassen, den Vogelsbergkreis wie versprochen auszubauen.

Das Unternehmen steht in der Pflicht, seine Zusagen einzuhalten. Als selbsternannter Weltkonzern kann die Telekom sich nicht einfach einen schmalen Fuß machen, wenn Zeitpläne nicht eingehalten werden. Die Umsetzung des Ausbaus muss mit dem notwendigen Nachdruck eingefordert und umgesetzt werden“, sagte Bastian.

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