Jugend forscht-Sieger über Rehkitze, Windräder und Druckluft

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Die Preisträger des Wettbewerbs „Jugend forscht“ mit (von links) Bert Rauscher, Heinz und Gisela Friederichs Stiftung), Elisabeth Weisbach, Prokuristin Hartmann Spezialkarosserien, Bürgermeister Stephan Paule und Steffen Heinecke, Geschäftsführer Hartmann Spezialkarosserien (rechts).

Beeindruckende Forschungsprojekte präsentierten die jungen Gewinner von „Jugend forscht“ im Alsfelder Rathaus, die die ersten drei Plätze des bundesweit ausgetragenen Wettbewerbs gewannen.

Bereits seit 1992 fördert die Heinz und Gisela Friederichs Stiftung den Preis im Bereich Technik. Deshalb seien die neuen Preisträger auch alle zwei Jahre nach Alsfeld eingeladen: in das Rathaus und in die Alsfelder Firma Hartmann Spezialkarosserien, sagt Bert Rauscher von der Heinz und Gisela Friederichs Stiftung, die 60 Prozent Geschäftsanteile besitze.

Bürgermeister Stephan Paule wies die Preisträger auf die technischen Besonderheiten des Alsfelder Rathauses vor 500 Jahren hin, eine Neuartigkeit des Baustils zur damaligen Zeit. Auch zeigte er sich von den Forschungsprojekten der Jugendlichen beeindruckt.

Sieger des Wettbewerbs wurden die erst 15-jährigen Kitzretter Florian Kämpchen, Patrick Dormanns und Gustav Becker aus Bergisch Gladbach. Mit ihrer Kamera mit Infrarotsensor, der an einem Mähdrescher befestigt werden kann, erkennt der Fahrer dank einer Bilderkennungssoftware mit Übertragung des Bildes in den Fahrerraum sofort, ob ein Rehkitz im Feld liegt. Und das mit relativ günstigen Mitteln.

Den zweiten Platz belegten Niklas Knöfel, Lea Schade und Robert Kather, die sich mit Erkennung von Druckluftverlusten beschäftigten. Druckluft werde in etwa 90 Prozent der Deutschen Industrie verwendet. Allein in ihrem Unternehmen würde das Beseitigen von Leckagen eine Einsparung von jährlich 80.000 Euro bedeuten, erklärten Lehrling und Gymnasiastin stolz.

Den dritten Platz des Wettbewerbs belegten die Schüler Tizian Holzhausen, Lennart Köhnke und Niklas Dehne aus Rostock. Ihr Projekt beschäftigte sich mit der richtigen Ausrichtung von Windkraftanlagen. Sie optimal in den Wind zu stellen, erfordere genaue Messungen. Ihr Kastendrachen, unweit einer Anlage steigen gelassen, zeige die Windrichtung ohne Verwirbelungen genau an.

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