Der Jugendraum in Kirtorf/Wahlen erstrahlt in neuem Glanz

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Ein guter Tag, um in Erinnerungen zu schwelgen. Das Gebäude hat schließlich auch eine lange Geschichte hinter sich. Unter anderem waren hier früher ein Kindergarten, eine Schule, die Feuerwehr und der Amtssitz vom Bürgermeister untergebracht.
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Vergangenen Sonntag weihten die Jugendlichen in Kirtorf/Wahlen ihren modernisierten und sanierten Jugendraum ein. Mit dabei waren neben einigen Mitgliedern der Jugendgruppe Bürgermeister Ulrich Künz (ganz links), Ortsvorsteher Sören Stumpf (ganz rechts) und der Vereinsvorsitzende Nicolai Fröhlich (Vierter von rechts).
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Das Wappen des Jugendvereins.
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Nicolai Fröhlich, Vorsitzender der Jugendgruppe Wahlen, berichtet, welche Arbeiten am Jugendraum vorgenommen wurden. Dabei leisteten er und andere Mitglieder 380 Stunden an Eigenleistung.
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Ortsvorsteher Sören Stumpf (3. von links) und Kirtorfs Bürgermeister Ulrich Künz (3. von rechts) loben die enge Zusammenarbeit aller Parteien und sehen das Ergebnis als vollen Erfolg.
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Was im letzten halben Jahr im Wahlener Jugendraum passiert ist, kann sich sehen lassen: Es wurden Wände eingerissen, ein neuer Boden verlegt und ein Außenbereich eingerichtet. Man stellte eine Theke, einen Tischkicker und Dart-Automaten auf: Der Jugendraum erstrahlt in neuem Glanz.

Rund 25 Mitglieder zählt die Wähler Jugendgruppe, die ihr Vereinsheim nutzen, um sich auszutauschen, eine Runde zu kickern oder einfach eine gute Zeit zu haben. „Unser Verein organisiert zudem drei große Veranstaltungen im Jahr”, berichtet der Vorsitzende Nicolai Fröhlich. Neben dem Maifeuer und dem Tag der Vereine veranstalte man den Weizen- und Schwarzbierabend. Der findet dieses Jahr im kernsanierten Jugendraum statt – und zwar am 25. Dezember.

Möglich ist das auch, weil die Jugendlichen und jungen Erwachsenen 380 Stunden Eigenleistung in das Bauvorhaben gesteckt haben, das vom Architektenbüro Ruhl und Geißler durchgeführt wurde. Tatkräftige Unterstützung gab es zudem vom Kirtorfer Bauhof. In enger Zusammenarbeit aller Parteien entstand so aus dem ehemaligen Spritzenhaus, das auch schon als Kindergarten, Schule, Schützenhaus, Amtssitz des Bürgermeisters und Landfrauen-Treffpunkt genutzt wurde, die neue Heimat des Jugendvereins, der das kleine Fachwerkhaus seit 1985 sein Zuhause nennt. Das alles wäre nicht ohne zusätzliche finanzielle Mittel möglich gewesen.

Rund 90.000 Euro investierte die Stadt Kirtorf aus dem Dorfentwicklungsprogramm (IKEK) in die Umbaumaßnahmen des neuen Jugendraumes. Kirtorfs Bürgermeister Ulrich Künz (CDU) sieht das Geld gut investiert, auch wenn bei solch großen Projekten immer Gegenstimmen aufkommen würden. „Wenn man den demografischen Wandel im ländlichen Raum betrachtet und die jungen Menschen in der Region halten möchte, muss man mit finanziellen Mitteln positive Standortfaktoren schaffen”, so Künz. „Jeder Euro in die Jugendarbeit ist eine Investition in die Zukunft”, ist sich der agile Bürgermeister, der das Amt seit bereits 42 Jahren ausübt, sicher. Daher wolle er auch in naher Zukunft in weitere Baumaßnahmen investieren. Zum Beispiel soll in der Kirtorfer Kernstadt ein Medizinisches Zentrum entstehen, der Marktplatz soll zum Markt- und Festspielplatz ausgebaut werden – „alles Bausteine, um zukunftsfähig zu bleiben”.

„Es ist ein besonderer Tag heute”, zeigt sich Ortsvorsteher Sören Stumpf bei der Eröffnungsfeier erfreut. Dass man sich so einsetze für den hiesigen Jugendraum, verdeutliche, welch hohen Stellenwert der Verein habe. „Es kommen ja nicht nur Wahlener hierher”, weiß Stumpf, der dieses Jahr aufgrund seines Alters aus dem Verein scheidet. „Ich bin mir aber sicher, dass ich das ein oder andere Mal als Gast hier aufkreuzen werde”, so der ehemalige Vorsitzende des Jugendvereins schmunzelnd.

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