Katzen vor dem Alsfelder Tierheim ausgesetzt

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Kalt war es in der Nacht zu Montag. Als am Morgen gegen 8 Uhr die Tierheimmitarbeiter zum Dienst kamen, machten sie eine ungewöhnliche Entdeckung.

Vor der Türe stand ein Plastikkorb. Darüber ein Karton mit einer Mülltüte. In diesem selbst gebauten Käfig befanden sich drei verängstigte und durchgefrorene Katzen. „Zusammengekauert ließ sich gar nicht erkennen, dass es gleich drei Katzen in der kleinen Kiste sind“, erzählt Tierheimleiterin Natascha Hirschmann. Nach einer ersten Untersuchung zeigt sich, dass es sich um drei ausgewachsene unkastrierte Jungkatzen handelt, zwei Kater und eine Katze. Zwei Tiere sind schwarz-weiß, eines getigert. „Ihr Allgemeinzustand ist gut. Sie sehen gepflegt und gesund aus. Auch scheinen sie einen guten Kontakt zu Menschen zu haben“, so Hirschmann nach einer ersten Untersuchung.

Noch sind die drei Tiere verängstigt, lassen sich aber anfassen. Hirschmann stellt klar, dass es sich beim Aussetzen von Haustieren um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz handele. Das könne bestraft werden. Doch Tierbesitzer können Hilfe finden. Sollte ein Tierbesitzer in Not geraten, könne er sich direkt an das Tierheim wenden. Gemeinsam könne dann nach einer Lösung gesucht werden. „Manchmal ist es möglich, dass der Besitzer seine Tiere noch so lange behalten kann, bis wir sie direkt an den neuen Halter vermittelt haben. Das ist für die Vierbeiner am wenigsten stressig“, rät Hirschmann. Über die Homepage werde dann das Haustier vorgestellt und bei der Vermittlung geholfen. Natürlich sei auch eine Unterbringung im Tierheim möglich.

Appell an Besitzer, sich doch noch zu melden

Die Vorgeschichte eines Tieres sei auf jeden Fall wichtig zu erfahren. „Von den drei Katzen wissen wir nichts über Vorerkrankungen, Futtervorlieben oder -allergien, Impfungen, ob es Geschwister sind oder ob das Weibchen kastriert ist. Außerdem wäre es wichtig zu erfahren, ob die drei Freigänger sind“, sagt Hirschmann. Sie wünscht sich, dass der ehemalige Besitzer doch noch meldet oder einen anonymen Brief zur Vorgeschichte der Katzen abgibt. Nun befinden sich die drei Samtpfoten in der Quarantänestation, werden geimpft, gechipt und kastriert, damit sie schon bald ein neues Zuhause finden können.

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