Knapp ein Jahr im Amt und zum dritten Mal Papa geworden: "Herr Bach, wie zufrieden sind Sie?"

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Acht Fragen an Bürgermeister Leopold Bach.

Seit knapp einem Jahr ist Leopold Bach Rathauschef der Gemeinde Feldatal. Alsfeld Aktuell hat ihm acht Fragen gestellt. Herr Bach, wie zufrieden sind Sie mit...

... Ihrem ersten Jahr als Bürgermeister?

Bach: Sehr zufrieden. In dem Jahr habe ich einiges erreicht und viele gute Dinge angestoßen. Ich denke, frischen Wind in das Feldatal gebracht zu haben. Im Wahlkampf ist mir zugetragen worden, dass Unruhe und Unstimmigkeiten in der Gemeindevertretung geherrscht haben. Auch in der Hinsicht sind wir auf einem gutem Weg – es herrscht ein gutes und konstruktives Klima.

... der Umleitung der B49 durch Feldatals Ortsteile?

Es ist der heute der erste Tag der Umleitung (26. März; Anm. d. Red.). Daher kann ich es noch nicht genau beurteilen. Allerdings hätte ich mir vorab gewünscht, dass die Gemeinde diesbezüglich angehört worden wäre. Ich habe davon erst Anfang März erfahren. Gut finde ich, dass für Lkws in den Ortsdurchfahrten Tempo 30 gilt. Eine Überlegung wert wäre auch ein generelles Tempolimit von 30 km/h und die ein oder andere mobile Ampel zusätzlich – etwa an Bushaltestellen.

... dem neuen Bürgerbus für Feldatal? 

Das läuft sehr gut an. Wir haben viele Anfragen. Dabei stehe ich in engem Kontakt mit dem Gewerbeverein. Der Verein hat ein Terminportal im Internet für den Bus eingerichtet. Dort können Termine direkt gebucht werden. Über den Feldatal-Boten und die Gemeinde-App informieren wir zusätzlich über Fahrten des Busses. Es konnten auch bereits einige Spenden erzielt werden, sodass ich guter Dinge bin, dass der Bus gut angenommen und sich etablieren wird.

... dem Internet in Feldatal? 

Der Mobilfunk ist ausbaufähig – da haben wir noch den ein oder anderen weißen Fleck. Das darf nicht sein, das müssen wir ändern. Mit dem Breitbandausbau stehen wir im Vergleich zu anderen Vogelsberg-Gemeinden nicht schlecht da. Bis Mai dieses Jahres soll in allen Ortsteilen die sogenannte Vectoring-Technik und somit bis zu 50.000 MBit zur Verfügung stehen. Natürlich wäre es ideal, wenn zeitnah auch der Breitbandausbau mit der Glasfaser-Technik umgesetzt wird. Die Leerrohre sind bereits verlegt. An der Feldahalle und dem DGH in Windhausen haben wir zudem zwei freie W-LAN Hotspots eingerichtet. Weitere werden folgen.

... der Erhebung von Straßenausbaubeiträgen in Feldatal?

Damit bin ich sehr unzufrieden. In meinen Augen gehören die Straßenausbaubeiträge abgeschafft. Ich appelliere an die Landesregierung, dass eine andere Lösung her muss – andere Länder wie Bayern zeigen, dass es auch ohne Straßenausbaubeiträge geht. Zumal Hessen ein wirtschaftlich starkes Bundesland ist.

... dem Vorschlag eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) für die Region Romrod-Feldatal? 

Lieber wäre es mir natürlich, wenn wir einen Nachfolger für Dr. Harlfinger finden würden, der die Praxis als Einzelpraxis weiterführen wird. Allerdings sieht man sich als Kommune und als Kreis in der Pflicht, die medizinisch-gesundheitliche Versorgung sicherzustellen. Wenn sich niemand finden lässt, der sich hier niederlassen möchte, kann ein kommunales MVZ eine Alternative sein – ist für mich jedoch eher die Notlösung.

... Ihrer Entscheidung, weiterhin in Kirtorf-Wahlen wohnen zu bleiben? 

Sehr zufrieden. Die Entscheidung hat sich in meinen Augen als richtig erwiesen. Ich lebe dort mit meiner Frau und meinen drei Kindern inzwischen. Es ist auch keine weite Strecke, ich bin schnell in Feldatal. Dadurch kann ich den nötigen Abstand halten, um mir einen neutralen Blick zu wahren und unvoreingenommen an die Themen heranzugehen. Das haben sich im Wahlkampf viele Bürger gewünscht und die heißen das auch heute noch gut.

... mit Ihrer Nachtruhe seit der Geburt Ihres dritten Sohnes vor gut zwei Wochen ?

(lacht) Ausbaufähig. Aber ich muss sagen: Meine Frau nimmt mir da viel Arbeit ab. Ich bringe mich dann umso mehr am Wochenende ein. Aber ein Mal pro Nacht rücke ich auch aus, um den Kleinen zu wickeln.

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