Als Komparse: Marina Weber berichtet über spannenden Drehtag

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Aufregender Drehtag als Komparse: Marina Weber am Set auf dem Alsfelder Marktplatz.

Aufregender Filmdreh mit vielen Komparsen für den Jugendfilm die Wolf-Gäng in Alsfeld. Alsfeld Aktuell sprach mit Marina Weber aus Altenburg, die am Hauptdrehtag eine Komparsenrolle ergattert hatte, über ihre Erlebnisse.

Wie startete der Drehtag am Freitag auf dem Alsfelder Marktplatz?

Es war ein sehr aufregender, sehr langer und sehr kalter Tag. Für mich ging das von morgens sieben bis abends 19 Uhr.

Wie kamen Sie auf die Idee, sich für eine Komparsenrolle zu bewerben?

Es gab ein großes Casting in Alsfeld. Da wurden 1000 Komparsen gesucht. Und ich wurde wie so viele andere genommen. Per E-Mail gab es eine Schmink- und Kleidungsvorgabe im 50er Jahre-Stil.

Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Solche Kleidung hatte ich nicht zu Hause im Schrank. Die habe ich mir bei einem Kostümverleih besorgt und auch bei Verwandten gesammelt.

Wie ging der große Drehtag los?

Die Maskenbildnerin hat mich begutachtet. Mein Kleid hatte eine zu kräftige Farbe, aber sonst war alles in Ordnung. Dann ging es mit allen Komparsen gesammelt auf den Marktplatz und es hieß: warten. Warten, bis der Dreh anfängt.

Wie viele Komparsen waren mit Ihnen zusammen da?

An dem Tag, als ich gebucht worden bin, waren etwa 70 Komparsen da. Es waren viele Alsfelder Gesichter dabei.

Was sollte Ihre Aufgabe auf dem Marktplatz sein?

Das wusste ich bis dato noch nicht. Wir waren alle in Wartestellung, und immer, wenn es kurz vor dem Dreh war, wurden einige aus der Menge rausgepickt und aufgestellt. Der ganze Tag bestand aus Warten aufs Eingeteiltwerden. Es wurden an dem Tag nur drei oder vier Szenen gedreht und die immer wieder. Es war ein großes Fest auf dem Marktplatz. Und das bestand vor allem darin, in den Himmel zu schauen und eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Wir waren dabei Bürger von Crailsfelden. Mir wurde gesagt, ob ich da zu stehen habe, in den Himmel schauen soll oder ob ich einfach nur durch das Bild laufen soll. Manchmal sollte ich einfach nur im Hintergrund stehen. Manche sollten sich unterhalten und viel dabei bewegen, andere sollten nur stillstehen, wieder andere liefen. Es wurde ständig immer wieder umgestellt von der Regieassistenz.

Haben Sie auch die Promis Axel Stein und Rick Kavanian kennengelernt?

Ich habe sie gesehen, und das war schon sehr spannend. Ich habe beim Dreh zuschauen dürfen. Auch hier wurden Szenen ständig wiederholt.

Würden Sie noch mal mitmachen bei einem Film?

Ja, auf jeden Fall. Das war sehr spannend. Besonders gut hat mir gefallen, einen Einblick zu bekommen, wie Film so funktioniert mit dem Equipment und der Logistik. Und natürlich die Schauspieler bei ihrer Arbeit beobachten zu können. Was mir nicht gefallen hat, waren die äußeren Umstände: Es war sehr kalt an diesem Tag. Es ging morgens mit fünf Grad Celsius los und am Tag selber stiegen die Temperaturen nicht über zwölf Grad. Und durch dieses lange Warten waren wir relativ schnell durchgefroren.

Interviews

Das Vogelsbergradio wird in regelmäßigen Abständen kleine Beiträge, Interviews und Ähnliches auf seiner Homepage www.vogelsbergradio.de veröffentlichen. Teile des Interviews mit Marina Weber werden dort in den nächsten Tagen online gestellt, wie das Team des Radios informiert.

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