„Konnten jede Menge bewegen“: Mückes Bürgermeister Andreas Sommer im Gespräch

Andreas Sommer ist seit April 2018 Bürgermeister von Mücke und zufrieden mit dem, was er seitdem in der Gemeinde bewirken konnte.

An den 24. September 2017 wird sich Andreas Sommer gerne zurückerinnern: Mit 62,4 Prozent der Stimmen gewann er damals die Bürgermeisterwahl in Mücke. Drei Jahre sind seitdem vergangen, in denen Sommer bereits vieles habe voranbringen können, wie er im Gespräch mit Alsfeld aktuell äußert.

Alsfeld aktuell: Vor ziemlich genau drei Jahren wurden Sie gewählt, seit etwa zweieinhalb Jahren sind Sie offziell als Bürgermeister der Gemeinde Mücke im Amt. War das letzte halbe Jahr durch die Corona-Pandemie die schwierigste Zeit Ihrer Amtszeit?
Andreas Sommer: Es war eine Zeit der erhöhten Aufmerksamkeit und Verantwortung, jedoch auch eine terminlich entspannte Zeit, da weitgehend alle öffentlichen Termine ausgefallen sind.

Wie haben Sie Ihre Gemeinde und die Mücker Bürger im Umgang mit dem Virus erlebt?
Sehr verantwortungsbewusst und verständnisvoll: Die Auflagen der umfangeichen Verordnungen wurden eingehalten, es kam in Mücke zu keinen Ordnungsmaßnahmen. Einschränkungen in unserer Verwaltung, wie zum Beispiel die Maskenpflicht, Termine nur nach Vereinbarungen oder Wartezeiten, wurden durch die Besucher mitgetragen.

Was konnten Sie in Ihrer bisherigen Amtszeit bewegen?
Jede Menge. Etwa die Umsetzung von Arbeitnehmerrechten. Wir haben unter anderen eine Schwerbehindertenvertretung und eine Gleichstellungsbeauftragte ernannt, Gefährdungsanalysen durchgeführt, den Schallschutz verbessert und Arbeitsverträge entfristet. Auch haben wir das Betreuungsangebot für Kinder erweitert. Wir haben den ersten Waldkindergarten im Vogelsbergkreis eröffnen können, mehr Personal eingestellt, mit Um- und Erweiterungsbauten begonnen und eine Kita-Software eingeführt. Außerdem haben wir in den vergangenen Jahren unsere Feuerwehren mit modernen Fahrzeugen ausstatten können und die Arbeiten am Feuerwehrstützpunkt abschließen. Für die Aktiven haben wir ein Einsatzentgelt und Dienstausweise eingeführt. Sehr erfolgreich ist die neue Bürgersprechstunde angenommen worden, die jeden Montag von 16 bis 18 Uhr angeboten wird. Auch das Akquirieren zahlreicher Fördermittel lief gut: Beim Förderprogramm „Starkes Dorf“ war Mücke die erfolgreichste Kommune im Jahr 2019. Das klingt nach vielen Erfolgen.

Und woran sind Sie bislang gescheitert?
Da will mir nichts einfallen…

Ein immer wiederkehrendes Thema: der Bahnhof. Wie soll sich das Objekt Ihrer Auffassung nach in den kommenden Jahren entwickeln?
Unsere neue Tourismus-AG hat da ein interessantes Konzept entwickelt, das wir in Kürze vorstellen wollen.

Die Verkehrsanbindung in Mücke mit einem Bahnhof und der Lage an der A5 könnte kaum besser sein. Was sind weitere große Pluspunkte der Gemeinde?
Die landschaftliche Idylle trotz zentraler Anbindung, die Vielfalt unserer zwölf Ortschaften, eine rege Nachfrage nach bezahlbaren Bauplätzen, unsere historischen Kirchen und eine meines Erachtens sachliche, harmonische Zusammenarbeit in den gemeindlichen Gremien.

Was ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz in Mücke?
Unser Garten in Nieder-Ohmen mit Hühnern, Hunden und einem kleinen Gartenteich.

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