Kündigung zugestimmt: SozioVita und Romrod finden nicht zusammen

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Mieter gesucht: Luwia steht derzeit ohne Betreiber da, nachdem die Romröder Stadtverordnetenversammlung der Kündigung von SozioVita zugestimmt hat.

Am Dienstagabend hat die Romröder Stadtverordnetenversammlung der Kündigung der „SozioVita gGmbH“ am Luwia-Projekt (Leben und Wohnen im Alter) zugestimmt.

Romrod - Die Tochtergesellschaft von Kompass Leben war als Betreiber für Luwia vorgesehen. Doch am Ende des vergangenen Jahres hatte die gemeinnützige Gesellschaft den Vertrag gekündigt, weil der spätmöglichste Übergabetermin nicht eingehalten werden konnte und die Finanzierung unklar gewesen sei (wir berichteten).

Am Tag nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, bei der sich lediglich die SPD-Fraktion gegen die Vertragskündigung aussprach, sagte Katja Diehl auf Anfrage von Alsfeld Aktuell: „Richtig ist, dass sich die Zusammenarbeit in den letzten Wochen nicht mehr als einfach erwiesen hat, wir aber bis zum Schluss versucht haben, mit der Stadt einen Kompromiss zu finden, der nun leider gescheitert ist.“

Für die SozioVita sei ein Ausstieg jedoch jetzt besser, als sich auf Vertragsbedingungen einzulassen, die in letzter Konsequenz zur Unterfinanzierung geführt hätten, so die Vorstandsvorsitzende von Kompass Leben. „Die mietvertraglichen Forderung waren von unserer Seite nicht überzogen und dienten dazu für die zukünftigen Bewohner das Haus mit vertretbaren Kosten betreiben zu können“, sagte Diehl. Die CDU-Fraktion in Romrod sieht das anders. Am Dienstagabend war von einem gestörten Vertrauensverhältnis die Rede gewesen, unter dem eine 30-jährige Zusammenarbeit nicht denkbar wäre. Auch habe man den Eindruck, die SozioVita wolle das Projekt nicht weiterbetreiben. Jetzt geht es für Romrod darum, einen neuen Mieter für Luwia zu finden. Die Zeit drängt, doch Romrods Bürgermeisterin Birgit Richtberg sagt, es gebe bereits weitere Interessenten.

Für die Zukunft des Hauses wünscht auch Diehl alles Gute: „Auch wenn wir jetzt aus dem Projekt raus sind, wünschen wir uns, dass es einen zukünftigen Betreiber geben wird, dem es gelingt, dass doch schöne Haus im Sinne und zum Wohle der älteren Menschen gut und wirtschaftlich zu betreiben.“

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