Lust auf natürliches Eis? Alsfeld aktuell verlost an Kindergärten eine Stunde Schlemmen bei "Die Eisheiligen"

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Ohne viel Schnick-Schnack wird das Eis der „Eisheiligen“ in Hettenhausen serviert. Direkt nach der Herstellung aus frischem Orangen-Saft wird das leckere Eis verkauft.
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Hier wird gerade das Orangen-Eis zubereitet.
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Mehr braucht es dafür nicht.
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Wegen der großen Nachfrage musste das Büro in Hettenhausen einer neuen Kühlanlage weichen. Jetzt arbeiten Anja Lang, Betriebsleiterin, und Michél Günther, Gründer, in einem Pop-up-Büro im Verkaufsraum der Eisdiele.
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Lukas Manns ist seit zwei Jahren der Eismacher der „Eisheiligen“.
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Leckere und immer neue Sorten kreieren "Die Eisheiligen".
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Mit Alsfeld Aktuell können Kindergärten eine Stunde bei den Eisheiligen gewinnen. Für Infos: siehe unten.

„,Die Eisheiligen’ ist eine Eismarke mit moderner Philosophie, die den Zeitgeist trifft und bei der jeder Mitarbeiter mit Liebe und Leidenschaft dabei ist“, beschreibt der deutsche Eispapst und Eismeister Guido Schmitz „Die Eisheiligen“ aus Hettenhausen.

Gersfeld/Alsfeld - Vor vier Jahren hat der Gründer der „Eisheiligen“, Michél Günther, ein Eismacher-Seminar bei Schmitz belegt. „Mich hat einfach mal interessiert, wie man Eis macht“, erzählt Günther. Aus dem Interesse und Hobby wurden zwei Jahre später „Die Eisheiligen“. „Ich war überrascht, wie gut Eis schmecken kann“, so der Gründer. Denn im Seminar konnte er erfahren, wie Eis aus natürlichen Zutaten hergestellt wird. Der Name ist bei den Eismachern Programm. „Das Heilige in unserem Namen steht für die Reinheit unserer Produkte“, erklärt Günther. Keine Zusatzstoffe, keine Farbstoffe, keine Geschmacksverstärker – nur natürliche Zutaten. Davon kommen rund 60 Prozent aus der Rhön. Regionalität und Saisonalität werden bei den „Eisheiligen“ groß geschrieben. Davon wollte sich die Redaktion von „Alsfeld aktuell“ einmal selbst überzeugen und besuchte das Team in ihrer Eisdiele in Hettenhausen, die gleichzeitig auch Produktionsstätte ist – oder auch ein Pop-Up-Büro, denn das alte musste für eine größere Kühlung weichen. Die große Nachfrage nach natürlichem Eis machte diese Erweiterung nötig. „Morgens Büro, mittags Verkaufsraum“, erklärt Betriebsleiterin Anja Lang. Mit der Standortwahl bekannte sich der gebürtige Frankfurter Günther ganz klar zur Rhön. „Hier läuft es super, waren viele zunächst auch sehr skeptisch, eine Eisdiele in Hettenhausen zu eröffnen. Die Nachbarschaft ist einfach großartig. Wir bekommen sogar Produkte von unseren Bauern, quasi direkt vom Feld oder Baum zu uns geliefert. Frischer geht es nicht“, so Günther. Einen weiteren Weg haben die Orangen für das Orangeneis. Aber auch bei Zutaten aus dem Ausland ist den „Eisheiligen“ eines wichtig: Qualität und Nachhaltigkeit. Daher wird mit den Orangen ein außergewöhnliches Projekt in Spanien unterstützt. „Naranjas del Carmen“ wurde von zwei Brüdern gegründet. Das Konzept: Vom Bauern direkt zum Kunden. „Ganz außergewöhnlich ist, dass man dort einen eigenen Baum ,adoptieren’ kann. Von diesem Baum sind unsere Orangen“, erklärt Günther stolz. „Wir sind total happy, dass ,Die Eisheiligen’ etwas so leckeres aus unseren Orangen machen. Sie sind ein toller Partner für uns. Mit ihrem Bestreben nach Nachhaltigkeit und ihrem Eis das komplett frei von Zusatzstoffen ist, passen sie einfach gut zu uns“, so Lena von „Naranjas“.

Wenn man die Küche vom Eismacher Lukas Manns betritt, riecht man die spanische Frucht schon von Weiten. Frisch gepresster Saft ist die Grundlage für das Fruchteis, –der wurde natürlich mit der Hand gepresst. Seit Beginn der „Eisheiligen“ vor zwei Jahren steht der 25-Jährige in der Küche des Unternehmens und hat von Schmitz und Günther alles gelernt, was man zum Eismachen braucht.

Routiniert werden zum gepressten Saft die weiteren Zutaten gegeben. Bereits durch das Probieren des Saftes weiß Manns, wie er die anderen Zutaten dosieren muss. „Da wir mit natürlichen Produkten arbeiten, ist der Geschmack nicht immer derselbe. Manche Früchte sind süßer als andere, daher passen wir unsere anderen Zutaten auf das Ausgangsprodukt an. Wenige Gramm können schon über den Geschmack entscheiden“, erklärt Manns. Dies sei das Schöne am handgemachten Eis. Viele Eisdielen würden Fertigmischungen anbieten, die dann nur noch angerührt werden. „Das ist nicht unser Ziel. Bei denen schmeckt das Eis auch immer gleich. Unser Ziel ist es, dass das Endprodukt schmeckt, wir zufrieden sind und es den Kunden glücklich macht“, sagt Günther. Nachdem alle Zutaten in den Topf gewandert sind, wird die Masse in die Eismaschine gepackt. Fünf bis sieben Minuten rotiert das Eis in der Maschine. Und dann? „Fertig“, erklärt Manns, der das Eis aus der Maschine nimmt und sofort in den Verkauf gibt. „Die erste Kundin möchte gleich unser Orangeneis“, sagt Lang.

Wenn man dann das fertige Produkt probiert, fühlt man sich, als würde man in eine Orange beißen. „Und das ist unser Anspruch“, sagt Günther. Kein Schnick-Schnack, sondern echtes Eis, mit echtem Geschmack. Das beste Beispiel für die Natürlichkeit seines Eises sei die Sorte Waldmeister. „Unser Waldmeister-Eis ist schneeweiß“. so Günther. Wenn man die Pflanze auskochen würde, sei die Masse weiß. „Die grüne Farbe wird später von anderen Eierproduzenten durch Färben erreicht“, erklärt er. Apropros Pflanzen: Ein Highlight in der Eistheke der „Eisheiligen“ ist das Heu-Eis. „Nein, in dem Eis ist kein Heu. Dieses wird nur ausgekocht“, sagt Günther. Die Grundlage dafür ist Rhöner Bio-Heu. Viele weitere extravagante Sorten haben „Die Eisheiligen“ zu bieten. So hat der Eismacher Manns beispielsweise lange am Rezept für die Sorten „Gebrannte Mandeln“ oder „Himbeer-Grieß“ geschrieben. „Mir macht es Spaß, neue Sorten zu entwickeln“, sagt er. Weit über die Grenzen der Rhön ist das Eis der „Eisheiligen“ bekannt. Mittlerweile werden sie für Business Caterings gebucht aber auch für andere Events und Charity Veranstaltungen stehen die Eismacher zur Verfügung.

„Gerade als wir beschlossen hatten, dass nun unsere Belastungsgrenze erreicht ist, hat uns der Bundesligist ,Mainz 05’ angefragt, wir sollten der neue Eispartner des Fußballvereins werden“, erzählt Günther. „Da konnten wir natürlich nicht Nein sagen. Seitdem servieren „Die Eisheiligen“ über 2.000 VIP-Gästen in der „Opel-Arena“ Eis. Das Besondere dabei: die Eissorten beziehungsweise Farben sind auf die Mannschaftsfarben der Spielbegegnungen angepasst. „Das ist mit Eis ohne künstliche Farben gar nicht so einfach“, sagt Günther. Wer hätte gedacht, dass aus einer Eisdiele, die im beschaulichen Hettenhausen eröffnet wurde, ein Caterer für einen Bundesligisten und viele große Firmenevents würde. „Das Abenteuer geht weiter. Wir freuen uns auf neue Aufgaben und Herausforderungen“, so Günther. Die Ideen des Marketingexperten und seines Teams sind wohl unerschöpflich. Mal sehen, welche Eissorten sie noch herausbringen. „Für Ideen oder Wünsche sind wir immer offen“, sagt der Gründer. Bei mehreren Gastronomen in und um Fulda sind „Die Eisheiligen“ ebenfalls im praktischen Becher zu kaufen. Auch auf Hessens höchstem Berg, der Wasserkuppe, gibt es das leckere Eis. Die Eisdiele in Hettenhausen, Hauptstraße 51, ist samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Unter der Woche variieren die Öffnungszeiten. Auf der „Facebook“-Seite und unter www.eisheiligen.de gibt es immer aktuelle Infos.

Kindergartenparty

„Alsfeld aktuell“ verlost gemeinsam mit „Die Eisheiligen“ eine Stunde Eis von den „Eisheiligen“ für einen Kindergarten. Um zu gewinnen, schreiben Interessenten eine E-Mail mit dem Betreff „Eisheilige“ an gewinnspiel@alsfeldaktuell.de . Einsendeschluss ist am Mittwoch, 24. April, 23.59 Uhr. Viel Glück!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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