LuWiA in Romrod hat einen Betreiber: Der St. Elisabeth-Verein aus Marburg macht's

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Am 1. Oktober soll das LuWiA-Projekt durch den neuen Betreiber, der St. Elisabeth-Altenhilfe, eröffnet werden.

Jetzt kann ein neuer Mietvertrag aufgesetzt werden: Mit der Altenhilfe St. Elisabeth gGmbH, eine Tochtergesellschaft des St. Elisabeth-Verein e.V. Marburg, hat die Stadt Romrod einen neuen Mieter für das Seniorenprojekt Leben und Wohnen im Alter (LuWiA) gefunden.

Romrod - Der entsprechenden Beschlussvorlage des Romröder Magistrats haben am Dienstagabend die Stadtverordneten einstimmig zugestimmt.

Die Suche nach einem neuen Betreiber für die Einrichtung mit 54 vollstationären Bewohnerplätzen und angegliedeter Tagespflege mit 12 bis 15 Plätzen war deshalb notwendig, weil Ende des vergangenen Jahres der eigentlich vorgesehene Mieter, die SozioVita gGmbH, überraschend den Vertrag gekündigt hatte.

„Zwischen Januar und April meldeten 13 unterschiedliche Organisationen ihr Interesse an“, so Bürgermeisterin Birgit Richtberg auf Nachfrage unserer Zeitung. Mit sieben Interessenten sei der Kontakt intensiviert worden – in Form einer Führung durch das Objekt, vertieften Informationen über das geförderte Modellvorhaben sowie Mietkonditionen. Im Verlauf dieser Verhandlungen erwiesen sich zwei Organisationen als nachhaltig interessiert und geeignet, das Modellvorhaben „Leben und Wohnen im Alter“ umzusetzen. Im darauffolgenden Auswahlverfahren entschied sich der Romröder Magistrat für die Vermietung an die Altenhilfe St. Elisabeth gGmbH .

Langjährige Erfahrung in Altenpflege mit Fokus auf Hausgemeinschaften

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in Romrod“, sagt Oliver Pappert, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft. „Das Projekt hat uns sofort angesprochen, als der Kontakt entstanden ist.“ Er sehe die Zukunft der Altenpflege in eben solchen kleineren Einheiten, die sich in der Ortslage befinden und wo den Menschen ein normales Leben mitten in der Gesellschaft ermöglicht werde. „Seit Jahrzehnten sammeln wir Erfahrung in der Altenhilfe und haben unseren Fokus selbst auf Hausgemeinschaften mit kleineren Einheiten gelegt“, sagt Pappert, der in Romrod mit etwa 70 neuen Arbeitsplätzen rechnet.

Auf Grundlage dieser Erfahrung verspricht sich die Stadt Romrod eine erfolgreiche Umsetzung ihrer Ziele, die sie mit dem Projekt „Leben und Wohnen im Alter“ verbindet: Selbstbestimmtes Leben und Wohnen im Alter, im eigenen Umfeld, in einer vertrauten Umgebung, in einer familienähnlichen Struktur, eingebunden in den Sozialraum.

Im letzten Quartal 2019 soll der Betrieb aufgenommen werden

Nachdem die Stadtverordneten dem Beschluss des Magistrats am Dienstagabend zustimmten, kann jetzt ein Mietvertrag mit dem neuen Betreiber aufgesetzt werden. Einige Grundpfeiler stehen dabei fest: So soll die Laufzeit des Vertrages mindestens 30 Jahre dauern. „Die Eröffnung durch den Betreiber ist für den 1. Oktober vorgesehen“, teilt Richtberg mit.

Zudem soll es sich um einen Vertrag über „Dach und Fach“ handeln. Heißt: Die Stadt Romrod vermietet das Gebäude und ist für dessen Instandhaltung zuständig; der Betreiber ist für die Einrichtung verantwortlich. Das langfristige Ziel: Über die Laufzeit des Vertrages soll sich das eingesetzte Eigenkapital der Stadt Romrod inklusive Tilgung und Instandhaltungskosten refinanzieren. Daher habe man einen erfahrenen Partner gesucht, mit dem die Stadt langfristig planen und zusammenarbeiten kann. Mit der Altenhilfe St. Elisabeth gGmbH scheint dieser gefunden worden zu sein.

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