"Das war mein Traumjob": Feldatals Bürgermeister gibt Amt ab

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Macht den Weg frei für den "Neuen": Feldatals Bürgermeister Dietmar Schlosser.

Die Entscheidung ist gefallen: Dietmar Schlosser, Bürgermeister in Feldatal, wird nicht mehr ins Rathaus zurückkehren.

Die Entscheidung ist gefallen: Dietmar Schlosser, Bürgermeister in Feldatal, wird nicht mehr ins Rathaus zurückkehren. Nach langer Krankheit hat er nun den Antrag auf seine Versetzung in den Ruhestand eingereicht. Die Gemeinde habe dem stattgegeben und werde in den nächsten vier Monaten einen neuen Bürgermeister wählen. Seit fast genau einem Jahr ist Schlosser krankgeschrieben.

Nun möchte er den Weg für einen neuen Bürgermeister frei machen, denn es ist immer noch unklar, wann er wieder arbeitsfähig ist. „Ich war immer gerne Bürgermeister, das war mein Traumjob”, sagt Schlosser im Gespräch mit ALSFELD AKTUELL. Die Entscheidung, seinen Beruf an den Nagel zu hängen, habe er sich dabei nicht leicht gemacht. Und das Wohl der Gemeinde liege ihm sehr am Herzen.

Panikattacke bringt Wende

„Der Burn-out kam schleichend. Ich habe alle Symptome, beginnend mit Bluthochdruck, Magenverstimmungen und Konzentrationsschwäche verdrängt. Bis ich eines Tages eine Panikattacke bekam. Da war klar, so geht es nicht weiter.”

Als Ursache des Burn-outs sieht Schlosser eine Selbstüberforderung: Neben den Pflichtaufgaben eines Bürgermeisters wollte ich die Gemeinde zukunftsfähig machen, mit dem Gemeindeverwaltungsverband, Tourismus oder der Gestaltung des demografischen Wandels. Auch unsere Vereine habe ich unterstützt.

Obwohl es mir viel Freude machte, wurde es irgendwann zu viel, und die Verdrängung der Symptome begann.” Zu seinen Plänen für die Zukunft sagt Schlosser: „Erst mal möchte ich wieder gesund werden. Das steht im Vordergrund. Um meinen weiteren beruflichen Weg mache ich mir jetzt erst mal keine Gedanken.”

Er sei dankbar, dass der erste Beigeordnete Daniel Wolf in den Zeiten seiner Vakanz ihn so gut vertreten habe. Die Gemeinde Feldatal sei durch Schlossers Antrag nun in der Lage, sich auf die Veränderung einzustellen und sich zu überlegen, ob der nächste Bürgermeister haupt- oder ehrenamtlich beschäftigt werde.

Kurz-Info: Burn-out erkennen

Für Burn-out gibt es keine einheitliche Definition. Meistens wird damit ein Zustand starker emotionaler und körperlicher Erschöpfung durch chronische Überforderung oder auch anhaltende Kränkungen im Beruf bezeichnet. Prävention und Therapie zielen darauf ab, die Strategien der Betroffenen im Umgang mit solchen Belastungen zu verbessern und Entlastungsmöglichkeiten zu schaffen.

Symptome • Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung • Nachlassende Leistungsfähigkeit •Rückzug • innere Leere, Sinnverlust • psychosomatische Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder Rückenschmerzen.

Für Burn-out gibt es keine Standard-Therapie. Die Behandlung muss zum Patienten und seiner Lebenssituation passen. Psychotherapie, insbesondere auch Verhaltenstherapie, hat sich bei anhaltendem beruflichen Stress und Burn-out-Konstellationen als hilfreich erwiesen. Die Behandlung kann ambulant, oder falls nötig auch in einer Klinik stattfinden.

Quelle: Apothekenumschau

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