"Menschen gegen Altersarmut": Mahnwache soll in Alsfeld alle zwei Wochen stattfinden

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An der ersten Mahnwache „Menschen gegen Altersarmut“ auf dem Alsfelder Marktplatz haben am vergangenen Freitag rund 100 Menschen teilgenommen. Mit Spruchbändern und Plakaten protestierten sie still gegen die wachsende Armut im Alter in Deutschland.

Alsfeld. Mitinitiator Ingo Schwalm zeigte sich zufrieden mit der Resonanz. „Es ist schön, dass so viele Bürgerinnen und Bürger unserer Einladung gefolgt sind“, sagte Schwalm am Rande der Mahnwache, die nun alle zwei Wochen freitags um 16 Uhr auf dem Marktplatz stattfinden soll. Ursprünglich sollte die Mahnwache wie an vielen weiteren Orten in Deutschland unter dem Namen „Fridays gegen Altersarmut“ laufen. Doch weil der inzwischen über 300.000 Mitglieder zählenden Gruppe rechtsradikale Verbindungen nachgewiesen worden seien, entschlossen sich die drei Initiatoren Ingo Schwalm, Heidemarie O Dea und Elke Lejeune, die Mahnwache in „Menschen gegen Altersarmut“ umzubenennen (wir berichteten).

Bei der Mahnwache am vergangenen Freitag traf diese Entscheidung auf überwiegend gute Resonanz. Doch es gab auch andere Meinungen. So monierte eine Frau, Herr Schwalm „lege sich in ein gemachtes Bett“, sei auf den „Fridays gegen Altersarmut“-Zug aufgesprungen uns setze seinen Namen darüber. Schwalm argumentierte, er unterscheide sich deutlich zur Mahnwache „Fridays gegen Altersarmut“ und man wolle das wichtige Thema nicht den Rechten überlassen. Man äußere eigene Forderungen. Zum Beispiel: „Wir möchten ein Rentenniveau von 75 Prozent des Arbeitseinkommens erreichen – derzeit liegt es bei 48 Prozent. Das sollte in einem so reichen Land wie Deutschland möglich sein“, sagte Schwalm in einer kurzen Ansprache zu den Anwesenden. Auch die zusätzliche Besteuerung der Rente kritisierten die Teilnehmer der Mahnwache. In Zukunft möchte sich die Gruppe jeden zweiten Freitag auf dem Alsfelder Marktplatz versammeln.

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