50 Meter und es geht noch tiefer: Ulrichstein bohrt und wartet weiter auf den Wassersegen

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Die Brunnenbohrung am Rande der Kernstadt Ulrichsteins.

Die Wasserlieferungen konnten fürs Erste eingestellt werden. Doch noch immer wartet Ulrichstein auf ausreichende Wasservorkommen für den Winter. Deswegen bohren sie. Jetzt wurde die 50-Meter-Marke geknackt.

Ulrichstein - Ulrichstein benötigt Trinkwasser. Das ist spätestens seit diesem trockenen Sommer ein ernsthaftes Problem in Hessens höchst gelegener Gemeinde. Seitdem sind sie auf Wasserlieferungen aus den umliegenden Städten angewiesen. Das soll kein Dauerzustand bleiben. Deshalb wird am Rande der Kernstadt nach Wasser gebohrt.

Zwar ist dabei noch immer nicht genügend Wasser gefunden worden. Und dennoch können die kostspieligen Wasserlieferungen fürs Erste gestoppt werden. Das teilte Bürgermeister Edwin Schneider am heutigen Mittwoch auf Nachfrage von Alsfeld Aktuell mit. Dass Ulrichstein jetzt auf die täglichen Fuhren verzichten kann, hat folgenden Grund: „Unsere Schürfquellen, die uns üblicherweise mit ausreichend Trinkwasser versorgen, führen aktuell genügend Wasser. Das war lange Zeit nicht der Fall“, sagte Schneider. Er schob jedoch hinterher, dass sich der Zustand bei ausbleibendem Niederschlag wieder ändern könnte.

Deswegen wird in Ulrichstein weiterhin nach Wasser gebohrt. Am Mittwoch knackte die dafür zuständige Bohrfirma „retagg solutions“ die 50 Meter-Marke. „Zwei Liter Wasser können aktuell in der Sekunde gefördert werden“, sagte Schneider. Doch das reicht nicht aus. Für die Versorgung Hessens höchst gelegener Stadt müssten fünf Liter in der Sekunde gefördert werden. Spätestens Anfang nächster Woche soll eine Tiefe von 55 bis 60 Metern erreicht werden. Dort hoffen die Physiker der Firma auf eine ausreichend große Wassermenge. Das Ziel ist es, über den Winter genügend Wasser in den benachbarten Hochbehälter befördern zu können, um nicht auf die Lieferungen aus den Nachbargemeinden angewiesen zu sein. Im Frühjahr werde dann voraussichtlich weitergebohrt. Die Experten vermuten, bei 70 Metern auf weitere Wasservorkommen zu stoßen.

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