Neue Leitung: Manfred Steuernagel gibt nach über 20 Jahren Staffelholz weiter

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Manfred Steuernagel übergibt nach über 20 Jahren Leitung der Sozialstation das Staffelholz an Michaela Schwohl (im Hintergrund).

Die Übergabe eines Staffelholzes ist immer ein schwieriger Moment – sowohl für den Abgebenden als auch für den Übernehmenden. Manfred Steuernagel und Michaela Schwohl von der Sozialstation Alfeld/Romrod haben ihre Übergabe ganz einfach gelöst: Sie gehen ein Stück gemeinsam.

Denn Steuernagel, der das Amt über zwanzig Jahre begleitete, kommt noch einmal die Woche an seinen alten Arbeitsplatz zurück, um der neuen Leiterin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Fußstapfen sind groß, die Steuernagel hinterlässt. Er hat einige Meilensteine genommen – immer mit zuverlässiger Unterstützung seines einst neun- heute 93-köpfigen Teams.

Der „Veteran” hat den Beruf von Pike auf gelernt: Nach seiner Ausbildung als Krankenpfleger Ende der 70er Jahre, folgte der Zivildienst beim Roten Kreuz und der damals neu gegründeten Intensivstation im Alsfelder Krankenhaus, das sich zu dieser Zeit noch in Rambach befand.

Anschließend wechselte er in den Nachwachenbereich einer internistischen Station, bevor er sich mit dem Umzug des Krankenhaus in die Schwabenröder Straße neuen Herausforderungen in der Unfallchirurgie stellte. Es folgten die Stationen Stationspfleger und stellvertrende Pflegedienstleitung, ehe er 1996 die Leitung der Sotialstation Alsfeld/Romrod übernahm.

„Wir haben damals mit neun Leuten im Team angefangen”, erinnert sich Steuernagel gerne zurück. Alles sei im Aufbau gewesen und man habe viel improvisieren müssen. Heute sieht das ganz anders aus. „Ohne die engagierten und motivierten Mitarbeiter wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen”, bedankt sich Steuernagel bei allen Kolleginnen und Kollegen. Stolz sei er darauf, bei der konzeptionellen Entwicklung und dem Aufbau der „Vulkan-Villa“ – einer selbstbestimmten Wohngemeinschaft für Senioren mit niedrigen Pflegestufen – gemeinsam mit dem Alsfelder Ehepaar Helm mitgewirkt zu haben. Ein Beispiel, welches inzwischen im Vogelsbergkreis einige Nachahmer gefunden hat.

Nur ein Jahr, nachdem Steuernagel die Leitung übernommen hatte, fing übrigens Michaela Schwohl in der Sozialstation an: Das Alsfelder „Eigengewächs” baute das Qualitätsmanagment auf. Und das äußerst erfolgreich: Die unangekündigten Kontrollen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen wurden seitdem immer mit sehr gutem Ergebnis, sprich der Note 1,0, bewertet. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Sozialstation auch in Zukunft unter guter Leitung stehen wird.

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