Fey ist neuer Bürgermeister in Kirtorf

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Knappes Rennen in Kirtorf: Der parteiunabhängige Kandidat Andreas Fey ist mit 53,2 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister in Kirtorf gewählt worden. Damit setzte er sich gegen seinen Mitbewerber Karsten Jost (FWG/CDU) durch. Fey wird im Frühjahr 2019 Ulrich Kunz als Rathauschef ablösen, der das Amt 42 Jahre innehatte. 

42 Jahre lang wurde Kirtorf von einem Christdemokraten ununterbrochen regiert: Ulrich Künz wurde damit Deutschlands dienstältester Rathauschef. Seit Sonntagabend steht fest: Die CDU wird nicht den nächsten Bürgermeister in Kirtorf stellen. Denn in einer äußerst knappen Wahl entschieden sich 53,2 Prozent der Stimmen für Andreas Fey, der im Stadtparlament der SPD/UWL-Fraktion angehört, allerdings als parteiunabhängiger Kandidat ins Rennen um das Bürgermeisteramt ging. "Das war eine ganz bewusste Entscheidung. Ich möchte damit verdeutlichen, dass ich Ansprechpartner für alle sein möchte", sagte Fey im Vorfeld der Wahl. Parteiinteressen seien in der Kommunalpolitik fatal.

Seine Rechnung ging auf. Bereits nach den ersten sechs der insgesamt sieben ausgezählten Wahlbezirken lag Fey knapp vorne: 27 Stimmen betrug der Vorsprung auf seinen Kontrahenten Karsten Jost (FWG/CDU), als der mit Abstand wichtigste, weil größte Wahlbezirk "Kirtorf" noch offen war. Dann herrschte banges Warten im gut gefüllten Sitzungssaal des Kirtorfer Rathauses, bis kurz vor 19 Uhr die Entscheidung gefallen ist - Kirtorf bestätigte den Trend: Fey ist mit insgesamt 53,2 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt worden.

Landrat Manfred Görig und Hombergs Bürgermeisterin Claudia Blum gratulierten Fey herzlich. Karsten Jost beglückwünschte Fey ebenfalls als einer der ersten und sagte, die Wahl sei ein Sieg für die Demokratie. Fey wünschte er "viel Glück".

Fey bedankte sich bei Jost für einen fairen Wahlkampf und vor allem bei den Bürgern für ihre Unterstützung. Jetzt gehe es darum, die "Ärmel hochzukrempeln und an die Arbeit zu gehen".

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