Ohne Supermarkt: Selbstversorgung in Alsfeld ausprobieren

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Ganz neu ist sie im Vogelsberg angekommen, die Familie um Claudia Kirsten. Die gebürtigen Darmstädter wollen sich in Alsfeld einen Traum verwirklichen.

Sie möchten Selbstversorger sein und sich nach und nach nur noch von dem ernähren, was sie auf ihrem ein Hektar großen Land nahe Alsfeld angebaut haben. Doch warum so viel Mühe? „Die Lebensmittel, die man kaufen kann, sind alle gespritzt, auch Bioäpfel werden in der Blüte gespritzt”, so Kirsten.

Und außerdem seien die Pflanzen nicht mit so viel Liebe großgezogen, wie es auf einem eigenen Land möglich sei. Das idyllisch gelegene Stück Land hat das Paar mit ihren Kindern im Internet gefunden und beschlossen, nach Alsfeld zu ziehen, um sich und ihre Ideen gemeinsam zu verwirklichen.

Das Land in der Nähe von Alsfeld soll bald schon die ganze Familie ernähren.

Dabei achten sie darauf, sich und ihre Familie nicht zu überfordern. Sie stellen sich vor, die vorhandene Wiese erst nach und nach mit Obstbäumen zu bepflanzen, allmählich Felder abzustecken und die Idee über Jahre in die Tat umzusetzen. „Jede kleine Ernte ist ein Erfolg”, so Kirsten optimistisch. Sie habe gelesen, dass man von 1000 Quadratmetern Land eine ganze Familie ernähren könne, und ihre Familie hat die zehnfache Fläche zur Verfügung. Kirsten beschäftigt sich intensiv mit den Möglichkeiten der Lagerung und Haltbarmachung der Ernte.

„Ich habe schon viel Wissen ausgegraben, wie man einlegen kann”, lacht Kirsten. Man könne einkochen, trocknen und Erdkeller anlegen. Dadurch solle es möglich sein, mit der Ernte irgendwann auch mal den ganzen Winter hindurch sich zu ernähren. Das ist eine echte Herausforderung, das weiß auch Kirsten. Doch die Mühe lohnt sich für sie, sie liebt die Natur, die vielen Vögel und Schmetterlinge, die sie auf ihrem Grund beobachten kann.

Und ein paar Kleinigkeiten aus ihrem großen Garten verkauft sie auch heute schon auf verschiedenen Märkten, wie etwa Tees, deren Kräuter sie selbst sammelt und trocknet. Ein anderes Hobby sind ihre Kerzen, die sie selbst herstellt und in vielen bunten Farben ein warmes Licht verbreiten.

Damit trägt sie mit zum Familienunterhalt bei. Einige davon kann man bei Bistrinna in der Untergasse kaufen, aber auch auf verschiedenen Märkten oder auch auf dem Kunsthandwerkermarkt am Sonntag, 22. Oktober am Ringofen in Alsfeld.

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