Plansch-Vergnügen beginnt: Freibad Lingelbach fit gemacht

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„Endlich geht es wieder los“, freuen sich die fleißigen Ehrenamtler, die mit vereinten Kräften das Lingelbacher Freibad nach der langer Winterpause auf Vordermann bringen.

Viel zu tun gibt es: Das Wasser muss abgelassen werden, das Becken geschrubbt, der Rasen gemäht, die Hecken geschnitten, die Umkleiden und Fenster gereinigt, Essen und Getränke gekauft werden, und, und, und.

„Das schaffen wir in zwei Tagen“, zeigt sich Uwe Schneider zuversichtlich. Und wenn man die Menge an Helfern sieht, die sich wieselschnell auf die Arbeit stürzt, kann man sich das sogar vorstellen. Seit 2008 führen die rührigen Lingelbacher ihr Schwimmbad nun schon in Eigenregie. Dazu müssen sie nicht nur die Technik und das Catering im Auge behalten, vor allem muss ein Bademeister anwesend sein, der den Badebetrieb den ganzen Tag im Auge behält. „Das ist der größte Posten bei uns. Wir brauchten das Rettungsschwimmabzeichen in Silber vom DLRG. Also sind wir mit zehn Leuten da eingefallen. Dort hieß es: Schwimmen könnt ihr alle, aber euer Stil ist katastrophal, aber geschafft haben wir es alle“, erinnert sich Schneider schmunzelnd.

Damit war der Weg geebnet, das Freibad mit der Dorfgemeinschaft selbst zu betreiben, finanziert allein von den Eintrittsgeldern, einem Sommerfest und der zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeit. „Die erste Füllung von 750 Litern Wasser zahlt uns die Stadt Alsfeld“, informiert Stein. Gut ist die Stimmung bei den Aufräumarbeiten. Auch die Kinder helfen gerne mit und rutschen zwischendurch vergnügt die Steigung im leeren Becken hinunter.

Am Vortag haben sie mit ihren Eltern die Kaulquappen und Molche aus dem sich leerenden Becken gerettet und vorsichtig in die Freiheit entlassen. Uwe Stein wirft einen Blick auf die Technik, das Herzstück ist die große Wasseraufbereitungsanlage, die hoffentlich noch lange hält. Immer wieder repariert und gewartet, ist sie nach 40 Sommern schon in die Jahre gekommen. Dann kommt die Lieferung mit Getränken, Eis und Süßigkeiten, die in das Kassenhäuschen geräumt werden. „Wer nur herkommt, um etwas zu verzehren, muss hier keinen Eintritt bezahlen“, so Schneider. Das Miteinander auf dem Dorf stehe schließlich an erster Stelle, auch wenn einer nicht baden möchte.

Dabei können sich die Eintrittspreise wirklich sehen lassen: Erwachsene zahlen 2,50 Euro, Jugendliche 2 und Kinder 1,50 Euro. Zehnerkarten kosten zwischen 10 und 20 Euro, Saisonkarten zwischen 20 und 45 Euro. Besuchermagnet ist der After Work-Donnerstag, wo es Gegrilltes, Hamburger, Gyrospfanne oder aber auch mal Paella gibt. „Das ist bei uns aber zu hundert Prozent wetterabhängig“, ergänzt Schneider. Sonntags gibt es Kaffee und Kuchen. Zu finden ist das Freibad in Lingelbach in der Birkenstraße 1.

Öffnungszeiten

Das Freibad hat Montag bis Freitag von 15 bis 20 Uhr geöffnet, donnerstags bis 21 Uhr. Samstags öffnet das Bad von 13 bis 20 Uhr, sonntags von 11 bis 20 Uhr

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