"Politik im Sinne der Bürger" - Leopold Bach über die Vorzüge und seine Vorhaben im Feldatal

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Der neue Bürgermeister Leopold Bach äußert sich im Gespräch mit Alsfeld Aktuell zu den Vorhaben in Feldatal.

Mit 81,7 Prozent wurde Leopold Bach zum neuen Bürgermeister im Feldatal gewählt. Zwei Tage nach der Wahl und einen Tag nach Bachs 30. Geburtstag, empfängt ihn ALSFELD AKTUELL in der Redaktion zu einem Gespräch – das Feldatal soll dabei im Mittelpunkt stehen.

Alsfeld Aktuell: Herr Bach, Sie haben Feldatal vor allem in den letzten Monaten schon gut kennen lernen können. Was macht das Feldatal aus?

Ohne Wenn und Aber: die Menschen. Ich habe wirklich an fast jeder Haustür geklingelt und wurde immer freundlich empfangen und kein einziges Mal vom Hof gescheucht (lacht). Die Feldataler waren sehr offen und ehrlich zu mir. Das hat mir imponiert. Ich möchte gleich die Gelegenheit nutzen, um mich bei jedem einzelnen zu bedanken.

Sie sprachen im Wahlkampf den Tourismus im Feldatal an. Was sagen Sie Außenstehenden, was Ihre Gemeinde zu bieten hat?

Im Verhältnis zur Größe haben wir in Feldatal eine gute Gastronomie. Insbesondere hebe ich aber die Landschaft und Natur hervor, die man etwa zum Wandern oder Radfahren toll nutzen kann. Auch mit der Greifvogelwarte und der Sternwarte gibt es ein schönes Freizeitangebot.

Wie wollen Sie die Gemeinde in Zukunft noch lebenswerter machen?

Zunächst möchte ich sagen, dass wir das negative Denken etwas aus den Köpfen herauskriegen müssen. Wie ich eben darstellte, ist vieles in Feldatal sehr positiv zu betrachten. Das habe ich auch den Bürgern gesagt. Genau so, dass ich nicht von heute auf morgen alles umkrempeln kann. Aber ich möchte dafür sorgen, dass das Ehrenamt mehr gefördert wird, die Arztpraxen weiter bestehen bleiben können und auch das Miteinander wieder stärker in den Vordergrund rückt. Auch die Gewerbetreibenden setzen viel Vertrauen in mich. Dem möchte ich gerecht werden.

Was können Sie den Bürgern für 2024, zum Ende Ihrer ersten Amtsperiode, jetzt schon versprechen?

(Überlegt) Eine schwierige Frage. Aber was ich definitiv sagen kann, ist, dass wieder Politik im Sinne der Bürger gemacht wird, dass ich immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehe und dass ich höchstwahrscheinlich wieder als Bürgermeisterkandidat antreten werde. Ich sehe dieses Amt nämlich nicht als Sprungbrett, wie es einige behaupteten.

Haben Sie in Feldatal größere Projekte für die Zukunft geplant – etwa ein Ärztehaus?

Klar hat man einige Ideen im Kopf. Aber ich werde alles in Ruhe – wie ich es auch angekündigt habe – mit dem Gewerbeverein und den Fraktionen besprechen. Das gilt auch für das Ärztehaus. Im Verwaltungsverband (bestehend aus Feldatal, Romrod, Schwalmtal und Grebenau; Anm. d. Red.) habe ich auch gute Ansprechpartner, wenn es um größere Projekte geht. Auf diese Zusammenarbeit freue ich mich sehr.

Sie sind gebürtiger Münchner, sind also in einer Großstadt aufgewachsen. Welche Vorzüge hat das Leben im ländlichen Raum für Sie?

Da fallen mir viele Aspekte ein. Ganz klar die Natur, die saubere Luft, weniger Hektik. Es geht auf dem Land persönlicher zu, wodurch oft tolle Gemeinschaften entstehen. Ich finde zudem, dass Kinder auf dem Land besser aufwachsen können, als in der Großstadt. Ein weiterer Punkt ist die deutlich geringere Kriminalität in ländlichen Gebieten.

Wie sehen Ihre nächsten Wochen aus?

Zumindest für ein paar Tage versuche ich kurz abzuschalten – werde vielleicht mal Wien besuchen. Die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Aber ich bin schon im engen Kontakt mit Daniel Wolf (Wolf führt stellvertretend für den erkrankten Bürgermeister Dietmar Schlosser die Amtsgeschäfte in Feldatal; Anm. d. Red.) und werde erste Termine wahrnehmen, auch wenn die Amtszeit offiziell erst am 1. April beginnt. Morgen werde ich nach Frankfurt fahren, um meinen alten Job zu kündigen. Vor allem aber freue ich mich jetzt auf die kommenden Aufgaben.

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