Polizei in Vogelsberg stellt neues Konzept gegen Trickbetrug vor

"Letzte Chance" - so heißt ein neuer Baustein für die Prävention von Trickbetrug-Straftaten.

Zur Vorstellung dieses Konzepts konnte Kriminaldirektor Andreas Böhm die Vertreter verschiedener Geldinstitute aus dem Vogelsbergkreis bei der Polizeidirektion Vogelsberg begrüßen. Böhm machte deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Geldinstituten und der Polizei in diesem Bereich sehr wichtig sei, um die Kunden vor Vermögensverlust und psychischen Folgen zu schützen.

Gerade aktuell versuchen Betrüger mit dubiosen Anrufen ihre Opfer zu täuschen, um so an Ihr Erspartes zu gelangen. Einführend erläuterte Kriminaloberkommissar Mark Janik vom Betrugskommissariat, dass die Täter momentan nicht nur über den Enkeltrick, sondern auch mit den Abwandlungen "Schockanrufer" oder "Falsche Polizeibeamte" versuchten, an das Geld der Opfer heranzukommen. Dabei würden auch gefälschte BKA-Schreiben versandt, in denen die Empfänger aufgefordert würden, ihr gesamte Ersparnisse von der Bank zu holen und einem BKA-Mitarbeiter zu übergeben.

Das Projekt "Letzte Chance" soll zukünftig dazu beitragen, dass vor allem ältere Menschen nicht auf Trickbetrüger hereinfallen und dabei viel Geld verlieren. "Letzte Chance" besteht aus einem Fragebogen, den Banken demnächst ihren Kunden bei der Abhebung größerer Geldbeträge ergänzend vorlegen können, so Kriminalhauptkommissar Christoph Auth vom Stabsbereich Prävention. Kann der Kunde zum Beispiel die Fragen "Sind Sie bei Ihrer Bank, weil ein Anrufer Sie darum bat?" und "Schilderte der Anrufer eine Geldnotsituation?" bejahen, so liegt der Verdacht eines Trickbetruges nahe. In diesem Falle wird dringend dazu geraten, nochmals mit einem Bank-Mitarbeiter, einem Verwandten oder mit der Polizei zu sprechen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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