Erstmeldung: Prozessauftakt zum tödlichen Sturz vom Free Fall Tower der 12-jährigen Sina

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Schicksalshaft war der Familienausflug auf den Hoherodskopf, der der zwölfjährigen Sina aus Hainzell im Sommer vor drei Jahren das Leben kostete. Nun hat der Prozess gegen die Betreiber des Free Fall Towers begonnen, von dem die Schülerin stürzte und sich tödlich verletzte.

Gießen - Dramatisch war das Unglück, dass im Sommer 2015 auf dem Hoherodskopf geschah. Nach zwei Probesprüngen von sechs Metern Höhe habe Sina ihren Sprung von der Neun-Meter-Plattform wagen wollen. Laut Ermittlungen habe sie im letzten Moment gezögert und sich am Geländer festgehalten. Dadurch erwischte sie das Sprungkissen nur am Rande und knallte mit dem Kopf gegen einen Felsbrocken. Sie erlitt schwere Verletzungen und starb wenige Tage später im Krankenhaus.

Nun müssen sich die Betreiber des Free Fall Towers vor dem Landgericht Gießen wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Die Sprunganlage soll vor allem wegen der umliegenden Felsbrocken nicht verkehrssicher gewesen sein.

Die Angeklagten gaben zu Beginn des Prozesses an, es sei für sie nach wie vor unfassbar, dass so etwas Schreckliches passieren konnte. Wenn sie es rückgängig machen könnten, würden sie es sofort machen. Die Mutter der damals verunglückten Sina schilderte als erste Zeugin unter Tränen den Tag des Geschehens. Der Besuch auf dem Hoherodskopf sei ein Geburtstagsgeschenk für ihre Tochter gewesen. Sie erinnert sich noch an den Sturz ihres Kindes und den Schlag, den es tat, als sie mit dem Kopf auf den Steinen aufprallte. Die Mutter selbst ist in Ecuador geboren und könne bis heute nicht glauben, dass ein Sprungturm in Deutschland so schlecht konzipiert sein könne, dass eine Nutzung zum Tod führen konnte.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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