Reges Interesse bei Infoabend zu "LuWiA": "Wann kann es denn losgehen?"

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Zahlreich erschienen sind die Romröder am Mittwochabend zu einer "LuWiA"-Informationsveranstaltung.

Mit den Gerüchten und Fehlinformationen aufräumen – das war die Intention des Romroder Magistrats, der am Mittwochabend die Bürger zu einer Informationsveranstaltung über das "LuWiA"-Projekt (Leben und Wohnen im Alter) in das Bürgerhaus eingeladen hat.

Romrod - Und das Interesse der Bevölkerung war groß: Etwa 150 Menschen waren gekommen, um sich über den aktuellen Stand zu Romrods Großprojekt zu informieren. „Es war eine lange Reise“, sagte Bürgermeisterin Birgit Richtberg über die Geschichte des Seniorenheims. Zuletzt gestaltete sich diese Reise als kompliziert: Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der vorgesehene Betreiber, die SozioVita, den Vertrag mit der Stadt gekündigt hat. Jetzt ist man in Romrod auf der Suche nach einem neuen Mieter, der „das Haus so führt, wie wir es uns vorstellen“, sagte Richtberg – etwas überspitzt, wie sie zugibt. Aber das trifft den Kern des Abends: Die Stadt Romrod möchte keine vorschnellen Entscheidungen treffen, sondern den besten der Bewerber für sich gewinnen, „einen Vertrag auf Augenhöhe“, so sagte es Richtberg. Von den insgesamt 15 Bewerbern habe man zu fünf vertiefte Kontakte, von zwei bereits Zusagen – Namen könne man derzeit nicht nennen. Ingo Schwalm, DGB-Kreisvorsitzender und SPD-Kreistagsmitglied, appellierte an Richtberg: „Ich hoffe, es wird ein namhafter Betreiber, der auch das Pflegepersonal angemessen bezahlen kann.“ Die Qualität einer solchen Einrichtung hänge maßgeblich von der Qualität des Personals ab, sagte Schwalm. Zudem bemängelte er, dass ein solcher Informationsabend erst jetzt stattfände. Es waren die kritischsten Worte des Abends. „Wann kann es denn losgehen?“, fasste eine Bürgerin zusammen, was die meisten Romröder an diesem Abend brennend interessierte. Richtberg gibt an dem Abend klare Antworten – auf diese Frage: „Frühestens im Juni.“ Das hänge alleine damit zusammen, dass behördliche Fristen von drei Monaten einzuhalten sind. Der neue Betreiber soll spätestens Anfang März genannt werden. Der Abend zeigte deutlich, wie groß das Interesse an dem "LuWiA"-Projekt ist. Viele konkrete Fragen wurden gestellt, insbesondere zur Unterbringung und zur Pflege.

Ingo Schwalm pochte darauf, gut qualifiziertes Personal einzustellen, das auch angemessen bezahlt wird.

Anders als in anderen Seniorenheimen wird es in Romrod nämlich fünf Wohngruppen geben, die jeweils mit einem eigenen Wohnzimmer und Küche ausgestattet sind. Zudem wird es in dem Gebäudekomplex eine großzügige Begegnungsstätte und eine Tagespflege geben. Die Hoffnung: „Unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und das Leben ein Stück weit zu den Senioren zu bringen“, sagte Richtberg, die am Ende des Abends Applaus erntete.

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