Sea-Watch-Aktivisten informieren an Max-Eyth-Schule über die Rettung von Flüchtenden auf hoher See

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Fabian Melber und Sandra Hamamy berichteten über ihre Motivation und ihren Einsatz bei Seawatch.

Die beiden Sea-Watch-Aktivisten Sandra Hamamy und Fabian Melber sprachen vergangene Woche auf Einladung des Fachbereichs Religion in Kooperation mit dem Fachbereich PoWi und unterstützt von dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ vor den 12. Klassen der Max-Eyth-Schule.

Die Schulpfarrerinnen Christine Schellhaas und Claudia Kautzmann führten in den intensiven Tag ein und luden die Schülerinnen und Schüler auch zum Austausch mit den beiden Gästen ein. Schulleiter Friedhelm Walther unterstrich, wie wichtig es sei, in dieser schwierigen Situation Orientierung zu bekommen und auch den Wert eines Lebens in Frieden als etwas ganz Besonderes wahrzunehmen und nicht als Selbstverständlichkeit. Dieser Einschätzung schloss sich Hamamy an: „Wir leben durch puren Zufall in diesem Land, einer Demokratie mit einer stabilen Regierung und lange währendem Frieden“, unterstrich sie die Willkürlichkeit dieser privilegierten Situation. Ein Glück, das vielen anderen Menschen nicht zuteilwird. „Die Trennlinie, inwieweit das privilegierte Europa Geflüchtete aufnehmen und unterstützen soll, verläuft nicht zwischen politischen Lagern“, so Hamamy, „sondern zwischen Barmherzigkeit und Unbarmherzigkeit.“

„Ertrinken ist ein leiser Vorgang und doch ein langer Kampf gegen das Untergehen.“ In eindrücklichen Worten schilderte Hamamy den Tod, den in jedem Jahr tausende von Menschen im Mittelmeer zwischen Libyen und Italien finden. „Es folgt der Tod. Sich langsam krümmend, sinkt der Körper in die Tiefe.“ In der Tiefe der Meere, dort wo keine Hoheitsgebiete mehr sind, herrsche Freiheit. Der Meeresgrund sei „Heritage of Manhood“, das Erbe der Menschheit. Ebenso wie die Toten darauf.

Mit diesen Worten begann ein nachdenklicher Tag, dessen Inhalt noch lange nachklingen wird. Gemeinsam mit vielen anderen Menschen sind Sandra Hamamy und Fabian Melber regelmäßig auf dem Mittelmeer unterwegs, sie die „im richtigen Leben“ Politologin an der Gießener Universität ist, als Dolmetscherin und Rettungsschwimmerin, er, Student der Fotografie, als Fotojournalist und Chronist der Ereignisse. Denn Sea-Watch will nicht nur Menschenleben retten, sondern auch dokumentieren, was dort draußen, fernab des medialen und auch des gesellschaftlichen Interesses passiert.

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