Sebastian Schwarzburg möchte ins Antrifttaler Rathaus - aber nicht seiner Person wegen

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Bürgermeisterkandidat Sebastian Schwarzburg vor seiner Wahlheimat Bernsburg.

Im Grünen, hinter Wäldern, Feldern und Hügeln, da liegt Bernsburg – einer der fünf Ortsteile von Antrifttal, wo am 26. Mai der Bürgermeister neu gewählt wird. Und oberhalb des Erlengrunds, am Rande von Bernsburg, da wohnt Sebastian Schwarzburg gemeinsam mit seiner Frau, seinen zwei Kindern und Hund.

Antrifttal - „Das ist unsere Heimat geworden“, sagt Schwarzburg, der 2008 von Neustadt/Hessen nach Antrifttal gezogen ist und sich nun um das Amt des Bürgermeisters bewirbt. Antrifttal ist nicht nur deswegen zu seiner Heimat geworden, weil seine beiden Kinder hier geboren wurden, sondern auch, weil sich Schwarzburg stark in verschiedenen Vereinen und Gremien engagiert und somit ein fester Bestandteil der Gemeinde geworden ist – er ist Mitglied in der Feuerwehr, im Angelverein, im Kulturverein, im Schulförderverein und ist seit der Kommunalwahl 2016 Gemeindevertreter.

Schwarzburg, Militärpolizist bei der Bundeswehr, hat ein klares Verständnis von Demokratie – und das möchte er als Bürgermeister vorleben. Deswegen ist eines seiner Ziele, die Bürger Antrifttals stärker in grundlegende Entscheidungen miteinzubeziehen – „es geht um die Bürger, nicht um meine Person“, ist Schwarzburg überzeugt. Die Rolle des Bürgermeisters versteht er als Bindeglied und Sprachrohr zwischen den verschiedenen Gremien, Fraktionen und den politischen Instanzen. Aus diesem Grund trete er auch als parteiunabhängiger Kandidat an – Schwarzburg hat sich „der Neutralität verpflichtet“.

Generell sei Kommunikation das A und O – vor allem auch in Hinblick auf die Nachbargemeinden, speziell aber Kirtorf: „Nach der Abstimmung gegen den Bürgerentscheid zu einer möglichen Fusion muss verloren gegangenes Vertrauen zwischen den Gemeinden und auch zwischen den Verwaltungen wieder hergestellt werden“, sagt der 39-Jährige, der die Entscheidung der Antrifttaler Gemeindevertreter nicht nachvollziehen kann. Man hätte den Bürgern die Beteiligung an der Politik nicht vorenthalten dürfen. Jetzt müsse es darum gehen, die Zusammenarbeit mit Kirtorf wieder auf eine solide und vertrauensvolle Basis zu stellen. Schwarzburg ist für die Gründung eines Nachbarschafts-Ausschusses, der aus fünf Mitgliedern jeder Kommune besteht und Vorschläge macht, wo die Zusammenarbeit weiter vertieft werden könnte. Potenzial sieht Schwarzburg im Bereich des Bauhofes, der Verwaltung und eines gemeinsamen Kulturprogramms. Sein Motto: „Gemeinsam mit Kirtorf sparen – aber als Gemeinde unsere Selbstständigkeit bewahren.“

Die Säulen der Gemeinde seien zweifelsohne die Vereine. „Dort findet das öffentliche Leben in Antrifttal statt“, sagt Schwarzburg. Nachdem die Vereinsförderung im Zuge des Sparzwangs durch den Rettungsschirm auf Eis gelegt werden musste, würde er als Bürgermeister gerne prüfen, inwiefern die Vereine wieder stärker gefördert werden könnten – auch im Bereich der Nachwuchsarbeit.

Am dringendsten sei jedoch der Ausbau des Breitband- und Mobilfunknetzes – „neben dem Kindergarten und der Grundschule eine Grundvoraussetzung, um für junge Familien ein attraktiver Wohnort zu bleiben.“ Schwarzburg weiß um die Vorteile des Standortes Antrifttal: Mehrmals in der Woche ist er beruflich in Hannover unterwegs, wo er an der Schule für Feldjäger und Stabsdienst das Fach Kriminalistik lehrt. Seit Anfang dieses Jahres fährt er von Treysa mit dem ICE dorthin. „Wir leben hier in der puren Idylle – dort, wo andere Urlaub machen. Und doch sind wir mit der Autobahn und der ICE-Trasse schnell in Großstädten. Antrifttal ist lebenswert“, sagt Schwarzburg. Und das dürfe man ruhig mit breiter Brust behaupten.

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