Seit 120 Jahren voller Einsatz für die Gemeinde: Gewerbeverein Feldatal feiert Geburtstag

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Auf dem Fealler Bauern- und Spezialitätenmarkt herrscht stets ein buntes Treiben.

Am Samstag, 2. Juni, feiert der Gewerbeverein Feldatal seinen 120. Geburtstag – nachträglich, wurde er schließlich im März 1898 gegründet.

Dokumente liegen aus dieser Zeit nicht mehr vor. „Trotzdem sind wir uns unseres Gründungsdatums sehr sicher. Auf den ältesten uns bekannten Dokumenten aus dem Jahr 1953 ist jeweils das Gründungsjahr angegeben“, erklärt Michael Schneider, Erster Vorsitzender des Vereins. Seitdem ist viel passiert und seitdem hat sich der Gewerbeverein, der zurzeit aus 52 Mitgliedern besteht, vielfältig in seiner Gemeinde engagiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg habe sich der Gewerbeverein 1953 reaktiviert, um sich erneut für die Gemeinde sowie die dort ansässigen Betriebe stark zu machen, so Schneider in einem Gespräch mit Alsfeld Aktuell. Öffentlich trat der Verein in den folgenden Jahren vor allem als Veranstalter des Ostermarktes und der Gewerbeausstellung mitsamt Weihnachtsmarkt auf – eine Tradition, die sich viele Jahre fortsetzte: Erst im Jahr 2002 wurde die Gewerbeausstellung in den Sommer gelegt und mit dem ersten Historischen Schmiedefest verbunden.

Auch in den zurückliegenden Jahren zeigte sich der Verein stets aktiv: Seit dem Projekt „Feldatal 2.0“ sind die Gewerbetreibenden besser miteinander vernetzt und können sich somit gegenseitig unterstützen. Man rief einen Neubürgerempfang ins Leben, der einmal jährlich über die Bühne geht, beteiligt sich aktiv an den Ferienspielen und richtet nun bereits im dritten Jahr den Fealler Bauern- und Spezialitätenmarkt aus. „Das Thema Direktvermarktung steht bei uns aktuell hoch im Kurs“, so Schneider, der die Geschicke des Vereins seit 2004 leitet. Daher wolle man auch in Zukunft für dieses Thema in der Region werben.

Derzeit ginge es den Betrieben wirtschaftlich gut in Feldatal, sagt Schneider. Auch mit dem neuen Bürgermeister Leopold Bach herrsche eine gute Kooperation und ein hoher Austausch. Doch eine Sache, die stört ihn dann doch etwas: „Mittel- oder langfristig müssen wir unsere Gewerbesteuer in der Gemeinde wieder senken. Dort stehen wir in der Top drei im gesamten Vogelsbergkreis“, erklärt der Vorsitzende. Um in Zukunft attraktiv zu bleiben, möglicherweise auch für Neuansiedlungen, sehe er das gerne geändert.

Doch das soll am Samstag, wenn der Verein seinen 120. Geburtstag feiert, nicht im Vordergrund stehen: „Da wollen wir einfach einen netten Abend miteinander verbringen und ein bisschen in die Geschichte des Vereins eintauchen“, so Schneider voller Vorfreude.

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