Was tut sich in Gemünden/Felda?

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Seit über 13 Jahren gerne im Amt, hat Bürgermeister Lothar Bott noch viel vor in Gemünden.

Wenn man Bürgermeister Lothar Bott danach fragt, was ihm an seiner Gemeinde Gemünden besonders gut gefällt, muss man Zeit mitbringen – gerät er doch sehr ins Schwärmen.

Und das gar nicht zu Unrecht. Seitdem der parteilose Rathauschef 2004 das Amt übernommen hatte, sind große Projekte in die Wege geleitet worden, von denen einige in den nächsten Jahren in die abschließende Phase übergehen sollen. „Besonders am Herzen liegt mir die Umgestaltung des Bahnhofes, samt Bahnhofsumfeld und Bahnhofsstraße”, erklärt Bott im Gespräch mit Alsfeld Aktuell.

Das marode Gebäude müsse abgerissen werden und durch ein moderneres und kleineres ersetzt werden, welches den jetzigen und zukünftigen Anforderungen gerecht werde. Unter anderem solle ein Park-and-Ride-Parkplatz entstehen und der Busverkehr besser geleitet werden. Das Thema E-Mobilität stehe auch noch im Raum, nachdem die hiesige Energiegesellschaft OVAG ankündigte, in allen Kommunen eine Ladestation installieren zu wollen. Zudem soll in naher Zukunft der Um- und Ausbau der Kita Siebenstein in Gemünden beginnen.

„Es ist wichtig, die Gemeinde zukunftsfähig zu machen – und dazu gehört ein gutes Kinderbetreuungsangebot”, ist sich der Diplom-Verwaltungswirt sicher. Er rechne aufgrund der Kita-Befreiung für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren ab August 2018 mit einem Mehrbedarf an Kita-Plätzen. Auch die Nachfrage für eine U3-Betreuung habe stark zugenommen, weshalb Handlungsbedarf an der Kita bestehe. Für Bott sei es ein zentraler Bestandteil, um Gemünden für junge Familien attraktiv zu halten.

Das mögliche Neubaugebiet zwischen Gewerbegebiet und dem jüngsten Wohngebiet wäre solch ein attraktiver Standort für Familien. „Dort sei alles zu Fuß erreichbar: Diverse Einkaufsmöglichkeiten, das Ärztehaus, die Mehrzweckhalle oder der Bahnhof”, so Bott. Ebenfalls ohne Auto geht es von Gemünden nach Homberg auf dem hessischen Radfernweg – dem R6. Seit bereits zehn Jahren werde daran gearbeitet, den Radweg auf die alten Bahntrassen zu verlegen, um ihn schneller, angenehmer und somit attraktiver für die Bürger Gemündens und Hombergs zu machen. Mit der Fertigstellung rechne Bott bis 2022.

Nach wie vor am besten gefällt dem seit 13 Jahren amtierenden Bürgermeister jedoch das Nachbarschaftsnetzwerk in seiner Gemeinde. Die Leute in den Ortsteilen schließen sich zusammen und initiieren häufig spontan die tollsten Sachen”, schwärmt Bott. Man helfe sich hier gegenseitig, kenne jeden. „Das soziale Gefüge und die Hilfsbereitschaft sind kennzeichnend für den Vogelsberg und Gemünden”, findet Bott. Deshalb liebe er das Leben auf dem Land und wolle es nicht gegen das Stadtleben eintauschen.

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