Es ist soweit: Die ersten Bewohner ziehen im "Haus Schlossblick" ein

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Oliver Pappert, Geschäftsführer des St. Elisabeth-Vereins sowie Einrichtungsleiter vom Haus Schlossblick, Pflegedienstleiter Rene Wenzel und die stellvertretende Einrichtungsleiterin Ilka Neu sind die Ansprechpartner vor Ort (von links).

Das Haus Schlossblick kann bereits jetzt auf eine lange Geschichte zurückblicken. Nach vielen Jahren der Bau- und Planungsphase, der schwierigen Suche nach Architekten und Betreibern, einer ersten Eröffnung am 3. November und zuletzt baurechtlichen Problemen können nun die ersten Bewohner einziehen.

Romrod. Vor wenigen Tagen habe man die Abstimmungen mit den agierenden Behörden abschließen können. Die Betriebserlaubnis ist da. Am Montag, 2. Februar, wird das „Haus Schlossblick“ mit Leben gefüllt.

Es war die letzte Hürde, die Oliver Pappert, Einrichtungsleiter in Romrod sowie Geschäftsführer des Trägers, dem St. Elisabeth-Verein aus Marburg, nehmen musste: Am 6. November vergangenen Jahres schob die Heimaufsicht dem Einzug der Bewohner einen Riegel vor. Es gab baurechtliche Probleme. „Zum Beispiel mussten die Heizkörperthermostate in allen 54 Bewohnerbädern auf eine Höhe von 86 Zentimetern angebracht werden – sie waren ursprünglich zu tief“, sagte Pappert im Rahmen einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten des Hauses am Mittwochnachmittag.

Das sei neben anderen Änderungen , die vorgenommen werden mussten, die schwerwiegendste. Für Pappert, der bereits einige solche Projekte begleitete, keineswegs unüblich. „Dass es bei solchen großen Projekten zu Verzögerungen kommt ist fast der Normalfall.“ Dennoch sei er von der Bauaufsicht überrascht worden. Er habe fest damit gerechnet, dass die ersten Bewohner im Rahmen der offiziellen Eröffnung am 3. November einziehen werden. Es war ein zu ambitioniertes Ziel, wie sich später herausstellte.

Im Frühjahr 2019 war der Elisabeth-Verein in die Planungen für das Projekt eingestiegen, nachdem der vorherige Betreiber zum Jahresbeginn ausgestiegen war. Im Juli wurde der Mietvertrag mit der Stadt Romrod unterschrieben. „Wir haben das sportliche Ziel eines Einzuges im Herbst zwar nicht erreicht, aber das, was wir gemeinsam mit der Stadt Romrod erreicht haben, ist dennoch eine außergewöhnliche Leistung“, blickt Pappert auf die vergangenen Monate zurück. Man habe innerhalb weniger Monate eine Baustelle zu einer kompletten Einrichtung werden lassen. „Einen großen Anteil daran hat meine Vorgängerin Regina Moritz. Wir waren traurig über ihre Entscheidung“, sagte Pappert. Moritz, die im bayrischen Bad Kissingen zu Hause ist, trat aus persönlichen Gründen vom Posten der Einrichtungsleitung zurück.

Pappert übernahm gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Ilka Neu und musste die letzten baurechtlichen Hürden nehmen. Drei bis vier Bewohner werden am Montag auch von Pflegedienstleiter Rene Wenzel und seinem Team erwartet. „Wir freuen uns riesig, dass es an diesem Standort nun losgeht“, sagt Wenzel, der bereits seit November beim St. Elisabeth-Verein angestellt ist und sich wie die anderen 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ähnlichen Einrichtungen des Trägers einarbeiten konnte.

„Es ist für uns von Vorteil gewesen, dass wir in den Einrichtungen im Marburg-Biedenkopf das Team, das Konzept von Hausgemeinschaften und die Systeme kennenlernen konnten“, so Wenzel. Das sieht auch Pappert so und ergänzt: „Nachdem klar war, dass die ersten Bewohner nicht mehr 2019 einziehen werden können, haben wir keine Verträge aufgelöst. Alle Mitarbeiter haben wir in unseren anderen Einrichtungen beschäftigen und einarbeiten können“, sagt der Einrichtungsleiter. Jetzt freue man sich jedoch darüber, in Zukunft nicht mehr so weit zur Arbeit fahren zu müssen, sagt Wenzel. Der Alsfelder kommt wie die meisten anderen Mitarbeiter aus der nahen Umgebung.

Stetig soll die Bewohner- und Pflegekraftzahl anwachsen. Zurzeit seien zehn Zimmer vergeben. Es ist also noch Platz: Das dreigeschossige Haus im Herzen der Schlossstadt bietet insgesamt 54 pflegebedürftigen Senioren einen neuen Lebensraum – aufgeteilt in fünf Hausgemeinschaften mit je neun bis zwölf Einzelzimmern. Derzeit führe man Gespräche mit Interessenten. Zusätzlich wird es eine Tagespflegestätte mit zwölf Plätzen für Menschen verschiedener Pflegestufen geben. Auch sie soll am Montag, 3. November, ihren Betrieb aufnehmen.

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