Spenden für Gloria: An Epilepsie erkrankte Larissa sorgt sich um ihr Therapiepferd

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Therapiepferd Gloria wurde mit einer tiefen Wunde in der Brust und in die Klinik gebracht – Fremdeinwirkung ist derzeit nicht ausgeschlossen.

Jeden Tag besucht Larissa Deneke aus Mücke/Atzenhain ihre Stute Gloria in der Tierklinik in Gießen. Es ist die Zeit am Tag, an dem es dem Pferd und Larissa gut geht. Seit sieben Jahren sind sie unzertrennlich – ein Herz und eine Seele. Für Larissa bedeutet ihr Tier alles.

Die 19-Jährige leidet unter einer seltenen Form der Epilepsie – dem Pseudo-Lennox-Syndrom. „Bemerkbar macht sich die Krankheit darin, dass sie nicht mit Fremden reden kann, keine Gefühle oder Wünsche äußert und starke Gefühlsschwankungen hat”, erklärt ihre Mutter Gabriela. Sie könne dadurch keine Freundschaften aufbauen und isoliere sich sehr.

Sprachrohr zur Außenwelt

Geändert hat sich ihr Verhalten, als Therapiepferd Gloria in ihr Leben trat. „Gloria war von Anfang an ihre beste Freundin. Bei Gloria geht es meiner Tochter gut”, weiß Gabriela Deneke. Das Pferd fungiere zudem als Sprachrohr. „Da ich immer im Stall mit dabei bin und Larissa Gloria alles erzählt, erfahre ich selbst, was meiner Tochter auf dem Herzen liegt. Vor Weihnachten zum Beispiel hatte sie schlimme Zahnschmerzen. Das habe ich sozusagen durch Gloria erfahren”, berichtet sie. Seit über einer Woche ist das Pferd allerdings in der Tierklinik in Gießen – eine schwierige Zeit für Larissa. Was war passiert? „Als ich am Mittwoch nach Hause kam, waren mein Sohn Lukas und Larissa schon ganz aufgebracht. Gloria habe einen Kratzer in der Brust. Zunächst habe ich mir dabei nichts Schlimmes gedacht. Schließlich stand das Pferd im Stall”, berichtet Gabriela Deneke. Im Stall angekommen, stellt sich der vermeintliche Kratzer allerdings als tiefer Schnitt heraus, der auch den Muskel betroffen hat – eine Fremdeinwirkung wird derzeit nicht ausgeschlossen. Eine Tierärztin kann vor Ort nur erstversorgen – es ist klar: Gloria muss so schnell wie möglich in die Klinik nach Gießen gebracht werden. „Es war gar nicht so einfach, mitten in der Nacht einen Transport für ein verletztes Pferd zu organisieren”, so Gabriela Deneke. Hilfe kam dann von dem Pferdetransportunternehmen „Easy Rider”. „Wir kommen eigentlich immer dann, wenn andere Transportversuche fehlschlagen”, berichtet die Mitarbeiterin Patricia Thompson, die in der Nacht mit ihrem Kollegen David Kurylko die verletzte Stute nach Gießen transportiert.

Von Hilfsbereitschaft überwältigt

„Ich habe selten so herzensgute und hilfsbereite Menschen getroffen. Die beiden waren nach dem Transport noch zwei Stunden in der Klinik und haben uns unterstützt”, ist Gabriela Deneke immer noch überwältigt. Doch damit nicht genug. Als Thompson von den Schwierigkeiten von Gabriela Deneke hört, die für die Behandlung notwendigen etwa 3.000 Euro aufbringen zu können, entschließt sie sich mit ihrem Kollegen, ein Spendenkonto einzurichten. „Ich bin sprachlos, wie viele Menschen sich für uns einsetzen und uns finanziell unterstützen”, berichtet Deneke. „Die 1000er Marke wurde bereits geknackt”, zeigt sich auch Thompson überglücklich.

Erneuter Rückschlag

Die finanzielle Hilfe ist wichtig. Gloria sollte ursprünglich Anfang dieser Woche in einer Box zurück zu den Denekes kommen. Leider habe sich die 27 Jahre alte Stute nun eine Infektion an der Wunde und an den Augen zugezogen und Fieber bekommen, wie Thompson mitteilt. „Dadurch muss Gloria länger in der Klinik bleiben”, erklärt Gabriela Deneke. Die Kosten steigen somit. Larissa und ihre Mutter sind jeden Tag in der Klinik. „Für Larissa, aber auch für Gloria ist das enorm wichtig. Hoffentlich findet alles ein gutes Ende”, so Gabriela Deneke.

Weitere Informationen und Spendenhinweise gibt es auf der Facebook-Seite der EasyRider Pferdetransporte.

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