Spendenaufruf: Fünfjährige Shanaia braucht Hilfe

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Heute liegt Shanaia im Wachkoma und wird von ständigen Krampfanfällen geplagt.

Schicksalshaft war der Junitag vor knapp vier Jahren für Familie Morawski aus Künzell. An diesem Tag erlitt ihre Tochter Shanaia einen Herzstillstand, der durch einen Thrombus verursacht wurde.

Bei der operativen Entfernung erlitt das anderthalbjährige Mädchen Hirnbluten und liegt seitdem im Wachkoma. Als die erste Vorsitzende des Vereins „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“ Julia Schuchard erfuhr, dass die Familie dringend auf ein Spezialfahrzeug angewiesen ist, um Shanaia zu Therapien und zu Ärzten transportieren zu können, beschloss sie zusammen mit weiteren Vereinsmitgliedern, ein Spendenkonto zu eröffnen, um der Familie ein wenig Erleichterung zu bringen.

Vor einem Herzstillstand war Shanaia ein aufgewecktes einjähriges Mädchen.

„Shanaias Mutter ist gelernte Altenpflegerin und hat sofort ihren Beruf aufgegeben, um sich voll und ganz der Pflege Shanaias widmen zu können“, erzählt Schuchard, die die Familie bei einem Besuch kennenlernte. Sehr liebevoll sei der Umgang mit dem Mädchen. Sie habe ihr Bettchen im Wohnzimmer stehen, um ununterbrochen in der Nähe ihrer Familie sein zu können. Selbstverständlich habe sie einen festen Platz auf dem Schoß ihrer Mutter, die ihr liebevoll erkläre, was gerade mit Shanaia geschehe. Auch ihre älteren Geschwister lieben und umsorgen Shanaia ebenso.

Heute leide die Fünfjährige an bis zu hundert Krampfanfällen in 24 Stunden. Sie werde über eine Sonde ernährt und habe immer wieder Atemaussetzer, die lebensbedrohlich werden könnten, erklärt Mutter Nicole Morawski. Durch Spastiken sei Shanaia sehr steif und überstrecke ihren Körper. Ein Transport in einem Pkw werde dadurch erschwert. „Wenn wir unterwegs sind, müssen wir viele Pflegeartikel, Medikamente, Überwachungsmonitor, Sauerstoffgerät und den Pflegebuggy immer mitführen. Schon manches Mal mussten wir sie zum Wickeln und Versorgen auf eine Wiese legen, denn in einem normalen Pkw ist für so etwas kein Platz. Bei schlechtem Wetter wird so ein Transport dann äußerst schwierig“, so Morawski.

Ein Spezialfahrzeug wäre die Lösung. Damit sich das Mädchen von ihren Krampfanfällen erholen kann und auch Platz für das Sauerstoffgerät zu haben, das immer dabei sein muss. Leider übernehme die Krankenkasse dafür keine Kosten, die Familie sei dadurch praktisch zu Hause angebunden. Die Kosten für das Fahrzeug belaufen sich auf 40.000 Euro.

Spendemöglichkeit

Alsfeld. Der Verein „Alsfeld erfüllt Herzenswünsche“ hat ein Spendenkonto eingerichtet: DE85 5309 3200 0201 3249 18, Verwendungszweck „Shanaia“. Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden über die Vorsitzende Julia Schuchard, Telefon 0172-66 10 444, j.schuchard@alsfeld-herzenswuensche.de

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