Der Streit um die Zeit

+
Laut einer Umfrage der DAK lehnen 79 Prozent der Hessen die Zeitumstellung ab. Unentschieden sind sie bei der Frage, ob zukünftig die Winter- oder die Sommerzeit gelten soll.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober werden die Uhren wieder um eine Stunde  - auf Winterzeit - zurückgestellt. Die DAK hat 1.001 Menschen in Hessen zur Zeitumstellung befragen lassen. 79 Prozent der Befragten sind gegen eine Zeitumstellung.

Während in der Europäischen Union diskutiert wird über den Zeitplan zur Abschaffung der Zeitumstellung, haben die Menschen in Hessen dazu eine klare Haltung. 79 Prozent lehnen die Zeitumstellung ab und wünschen sich mehrheitlich eine einheitliche Zeit für Europa nach der Abschaffung der Zeitumstellung, erklärt die DAK in einer Pressemitteilung. Unentschieden seien die Hessen dagegen bei der Frage, ob zukünftig die Sommer- oder Winterzeit (Normalzeit) gelten soll.

Die wenigsten Probleme mit dem Dreh an der Uhr haben jüngere Menschen unter 30 Jahren. Nur 16 Prozent der Hessen halten die Zeitumstellung für sinnvoll –  im vergangenen Jahr waren es laut DAK-Befragung bundesweit noch 25 Prozent. 66 Prozent meinen, dass sich nun alle EU-Länder auf eine gemeinsame Zeit einigen sollten. Gefragt nach der favorisierten Zeit ist die hessische Bevölkerung unentschieden. 38 Prozent sprachen sich in der Umfrage für die Winterzeit aus. 40 Prozent wünschen sich dauerhaft die Sommerzeit. Wichtigster Grund dafür ist, dass es dann abends länger hell ist. Das sagten 90 Prozent der hessischen Sommerzeit-Befürworter. 43 Prozent nannten als Grund, dass sie sich während der Sommerzeit fitter fühlen. Fast jeder Dritte (27 Prozent) zieht die Sommerzeit vor, weil er glaubt, sie sei gesünder für den Körper. Die Winterzeit halten 56 Prozent der Befürworter als gesünder für den Körper.

„Die Abschaffung der Zeitumstellung ist richtig und wichtig“, betont die hessische DAK-Landeschefin Sötkin Geitner. „Zahlreiche Menschen leiden unter dem ständigen Wechsel. Auf europäischer Ebene müssen nun zügig die Weichen gestellt werden, damit es noch vor der Europawahl im Mai 2019 Klarheit gibt.“ Die Zeitumstellung, die 1980 infolge der Ölkrise eingeführt wurde, sorgt laut DAK-Befragung bei mehr als jedem Vierten (28 Prozent) für gesundheitliche Probleme. Die meisten Hessen – 82 Prozent – fühlen sich müde oder schlapp. 72 Prozent klagen über Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. 35 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren, 32 Prozent waren gereizt. Jeder Achte (13 Prozent) hatte sogar eine depressive Verstimmung. Vor allem Menschen im Alter von 45 bis 59 Jahren leiden unter der Zeitumstellung. Gerade Frauen tun sich mit der Umstellung schwer.

Geht es nach der EU-Kommission sollen die Uhren im kommenden März zum letzten Mal in allen Ländern der Europäischen Union auf Sommerzeit vorgestellt werden. Anschließend sollen die einzelnen Länder entscheiden, ob sie im Herbst 2019 wieder zur Winterzeit wechseln oder in der Sommerzeit bleiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Alsfeld: Zeugenaufruf nach gefährlicher Körperverletzung

Am Sonntagmorgen, 17. November, geriet gegen 6.30 Uhr ein 45-jähriger Mann aus Österreich nach einem Kneipenbesuch in der Obergasse in eine körperliche …
Alsfeld: Zeugenaufruf nach gefährlicher Körperverletzung

Ausbildungsmarkt: Weniger Bewerber, weniger Stellen

Im Vogelsbergkreis wurden insgesamt 724 ausbildungsplatzsuchende Jugendliche seit Oktober 2018 registriert. Die Arbeitsagentur verzeichnet damit einen Rückgang um 52 …
Ausbildungsmarkt: Weniger Bewerber, weniger Stellen

Das November-Rezept: Cappuccino von der Marone

Herbst- und Winterzeit ist Maronenzeit. Bei diesem einfachen Rezept kommt die Edelkastanie als Cappuccino um die Ecke – der Milchschaum macht es möglich.
Das November-Rezept: Cappuccino von der Marone

Die Geschichte einer Urkunde - 30 Jahre nach dem Mauerfall kommt sie zurück

30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert sich Manfred Hasemann, ehemaliger Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Alsfeld, an den größten Einsatz in der Geschichte des …
Die Geschichte einer Urkunde - 30 Jahre nach dem Mauerfall kommt sie zurück

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.